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Brandruine entrümpelt, Ortschefin in der Kritik

Falkenhain. Sehr zufrieden zeigte sich Falkenhains Ortsvorsteherin Petra Ehrlich mit dem sonntäglichen Arbeitseinsatz an der Brandruine des Gasthofes Falkenhain. „80 Leute waren da“, sagte sie. Unter ihnen zahlreiche Falkenhainer, aber auch Johnsbacher, Altenberger und die Ortsfeuerwehr.

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Falkenhain. Sehr zufrieden zeigte sich Falkenhains Ortsvorsteherin Petra Ehrlich mit dem sonntäglichen Arbeitseinsatz an der Brandruine des Gasthofes Falkenhain. „80 Leute waren da“, sagte sie. Unter ihnen zahlreiche Falkenhainer, aber auch Johnsbacher, Altenberger und die Ortsfeuerwehr.

Geschafft wurde am Sonntag viel: Sowohl das Gasthaus als auch der Saal der in den Morgenstunden des 13. Juni ausgebrannten Gaststätte wurde in einem mehrstündigen Einsatz vom Schutt beräumt. Die von der Stadt zur Verfügung gestellten Container seien voll geworden, so Frau Ehrlich. Nun müsse ein Statiker das Gebäude in Augenschein nehmen. Er muss entscheiden, ob eventuell die Mauern der ersten Etage abgetragen werden müssen. Erst danach würde es weitere Einsätze an der Gaststätte geben, so Frau Ehrlich. Bei ihr meldeten sich am Sonntag auch die ersten, die beim Wiederaufbau helfen wollen. Dieser wurde vom Ortschaftsrat genauso angeregt wie eine Spendenaufruf. Bisher haben sich aber noch keine Spender bei der Ortsvorsteherin gemeldet. Dafür aber Widerstand aus dem eigenen Dorf, denn einer Gruppe von Falkenhainern geht das Engagement der Ortsvorsteherin zu weit. Zwar haben sie gegen die Hilfe beim Sichern und Beräumen nichts einzuwenden, doch für die Spendenaktion zu Gunsten des Gastwirtes haben sie kein Verständnis, heißt es in einem Schreiben. Eine Begründung: Der Brand sei keine Naturkatastrophe wie die Flut 2002. Deshalb müsse der Wirt aus ihrer Sicht selbst für den Aufbau aufkommen.

Petra Ehrlich will sich aber trotz dieser Kritik nicht abhalten lassen und weiter für den Wiederaufbau des Gasthofes einsetzen. (SZ/mb)