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Brandwache für Berufsschule

Das Gebäude in der Neustadt ist marode. Im Sommer droht die Schließung. Die Stadt hofft nun auf eine Gnadenfrist.

Seit Jahren wird über die Sanierung der „Prof Dr. Zeigner“ Schule diskutiert. Am Donnerstag war sie Thema in einer aktuellen Stunde im Stadtrat. Alle politischen Kräfte betonten, dass der Zustand desaströs sei. Immer wieder schlagen Flammen aus den Steckdosen, der Putz bröckelt und so weiter. Für die Sanierung und einen Anbau würden rund 25,7 Millionen Euro benötigt. Nachdem die Verwaltung erwartete Fördermittel für eine andere Schule nicht erhalten hat, wurde die Investition in die Berufsschule für Wirtschaft an der Melanchthonstraße erneut verschoben.

Mittlerweile ist der Zustand aber so schlecht, dass die Landesdirektion den Schulbetrieb nur noch unter Auflagen erlaubt und zum 5. August, dem Beginn des kommenden Schuljahres, mit der Schließung droht. Die Landesdirektion fordert eine sofortige Brandwache, den Einbau einer Elektroanlage ohne Brandgefahr und regelkonforme Brandabschnitte herzustellen. Das heißt, Rauchschutztüren einzubauen und das Treppenhaus so abzutrennen, dass es bei einem Brand jederzeit als Fluchtweg ohne Gefahr genutzt werden kann.

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Schulbürgermeister Peter Lames (SPD) versicherte, dass die Elektroanlagen für etwa 5 000 Euro erneuert werden. „Eine Brandwache ist seit 4. Januar eingerichtet“, so der Bürgermeister. Das bedeutet, ein speziell ausgebildeter Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma ist während der Öffnungszeiten immer vor Ort, kontrolliert die Anlagen, soll möglichst früh Brände entdecken und bei der Evakuierung helfen. Die dritte Auflage, die Brandabschnitte, könne laut Lames aber erst bis Ende Dezember erfüllt werden. „Die Fortsetzung des Schulbetriebes ist aber möglich, wir werden alles dafür tun.“

Ob das der Landesdirektion reicht, muss sich zeigen. FDP-Fraktionschef Holger Zastrow, der die Debatte beantragt hat, kritisierte die Verschiebung der Sanierung. Daran sei das Land Schuld. „CDU und SPD müssen ihre Förderpolitik überdenken“, so Zastrow. „Aber wir könnten das Geld auch selber aufbringen.“ Dafür sollte die rot-grün-rote Mehrheit auf eine neue Woba verzichten und Geld aus Grundstücksverkäufen für die Schule einsetzen. (SZ/awe)