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Brauerei bekommt dritten Geschäftsführer

Die Eigentümerfamilie Lohbeck baut die Landskron-Führung aus. Um den Absatz anzukurbeln.

Von Sebastian Beutler

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Überraschend strukturiert die Eigentümerfamilie Lohbeck die Geschäftsführung der Landskron Brauerei um. So sucht das Unternehmen einen dritten Geschäftsführer, der sich künftig um Marketing und Vertrieb kümmern soll. Die beiden bisherigen Geschäftsführer Katrin Bartsch und Matthias Grall behalten ihre Positionen. Das bestätigte gestern der Generalbevollmächtigte der Eigentümerfamilie Lohbeck, Markus Schoebel. Er ist der Schwiegersohn Lohbecks und vertritt seine Interessen seit August vergangenen Jahres. Schoebel selbst wird nicht als Geschäftsführer in das Tagesgeschäft einsteigen, sondern ist für strategische Fragen aus Sicht der Eigentümer zuständig. Seiner Ansicht nach benötige das Unternehmen diesen dritten Geschäftsführer, der sich dem Absatz und der Werbe-strategie des Unternehmens widme. „Das ist dringend nötig“, erklärte er.

Die Landskron Brauerei hatte bis März 2009 drei Geschäftsführer: Katrin Bartsch, Matthias Grall und Axel Hahn. Da lagen strategisch schwierige Jahre hinter dem Unternehmen. 2004 war Landskron zum großen dänischen Getränkekonzern Carlsberg gekommen. Dort fühlte sich die Görlitzer Brauerei schlecht aufgehoben. So war die Freude groß, als zwei Jahre später die Familienstiftung von Rolf und Heidrun Lohbeck aus Schwelm das Unternehmen übernahm. Bislang gilt das auch als richtiger Schritt.

Nach diesen Veränderungen verließ Axel Hahn 2009 das Unternehmen, seine Position wurde nicht neu besetzt. Die Aufgabenfelder Marketing und Vertrieb übernahmen die verbliebenen beiden Geschäftsführer mit. Die Verkleinerung des Führungstrios wurde damals mit „den anspruchsvollen Rahmenbedingungen im hart umkämpften Biermarkt“ begründet. Genau dieser Grund könnte nun auch für die Erweiterung der Geschäftsführung gelten. Unverändert schwierig ist die Lage auf dem Biermarkt. Das macht einer mittelgroßen Brauerei wie Landskron zu schaffen. Die Lausitz als Hauptabsatzgebiet der Görlitzer Brauerei leidet seit 25 Jahren unter einem Bevölkerungsrückgang, der den ohnehin sinkenden Pro-Kopf-Bierkonsum nochmals drückt. Deshalb zeigte sich Katrin Bartsch im Dezember zufrieden, dass es gelungen sei mit dem Tourismusgeschäft und der Kulturbrauerei zwei weitere Standbeine aufzubauen, die nun auch Früchte tragen. So sei der Umsatz gewachsen, die Mitarbeiterzahl leicht gestiegen. Das im vergangenen Jahr eröffnete Besucherzentrum zieht Kunden an. Rund 20 000 Gäste zählte die Landskron-Chefin allein im Tourismus.

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