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Brautloch in Roßwein bleibt weiter gesperrt

Seit Wochen müssen Fußgänger ums Rathaus laufen statt mittendurch. Daran ändert auch die Kritik eines Stadtrates nichts.

Die Sandsteintreppe mitten durchs Rathausgebäude in Roßwein muss erneuert werden. Bis die Arbeiten starten und abgeschlossen sind, müssen Fußgänger Umwege laufen.
Die Sandsteintreppe mitten durchs Rathausgebäude in Roßwein muss erneuert werden. Bis die Arbeiten starten und abgeschlossen sind, müssen Fußgänger Umwege laufen. © Lutz Weidler

Roßwein. Roßwein hat etwas, was es anderswo kaum gibt: einen Durchgang durch das Rathausgebäude. 

Das sogenannte Brautloch verbindet Marktplatz und das Areal um die Kirche. In diesem Durchgang befinden sich ein Nebeneingang zum Heimatmuseum und öffentliche Toiletten. 

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Die sind im Augenblick nur über die Treppen unterhalb der Kirche zu erreichen. Denn der Aufgang vom Markt ist wegen Baufälligkeit der Stufen gesperrt. Für die Nutzer, die jetzt erst um das halbe Rathaus herumlaufen müssen, sei das eine Zumutung, findet Stadtrat Jens Tamke (AfD). Er bat die Verwaltung, möglichst kurzfristig zu prüfen, inwieweit es möglich ist, nur eine Hälfte der Treppenanlage zu sperren und die andere wieder für eine Nutzung freizugeben.

Aufwand ist viel zu hoch

Bauamtsleiter Dirk Mehler hat sich die gesperrte Anlage daraufhin noch einmal angeschaut. Er ist zu dem Schluss gekommen, dass sich der Aufwand nicht mehr lohnt, sagte er auf Nachfrage von Sächsische.de.

Wie er erklärte, müssten bei dem gewünschten Teilen auch gewisse Sicherheitsauflagen erfüllt werden. „Zum Beispiel müssten wir die Voraussetzungen schaffen, um ein zweites Geländer anzubringen. Das wäre theoretisch möglich, praktisch aber mit einem unverhältnismäßigen Aufwand auch für zusätzlich nötige Absperrungen und eben den geforderten Handlauf verbunden“, so der Bauamtsleiter.

Wie er mitteilt, habe die Kommune mittlerweile einen positiven Bescheid von der Sächsischen Aufbaubank (SAB) erhalten. Nach dem kann die Stadt Roßwein Fördergeld aus dem „Topf“ der Stadtsanierung und damit auch von Bund und Land einsetzen, um den Treppenaufgang im Rathausgebäude in Ordnung zu bringen.

Angebote liegen schon vor

Angebote hatte sich die Verwaltung im Hinblick darauf, dass die kaputte Treppe unbedingt saniert werden muss, schon eingeholt. Die Gesamtkosten werden nach Angaben von Dirk Mehler bei rund 35.000 Euro liegen. Mit der bewilligten Förderung würde ein Eigenanteil von etwas mehr als 11.500 Euro bei der Stadt verbleiben.

Der Bauamtsleiter hofft, dass die Erneuerungen Ende August, spätestens Anfang September starten können. Die Schäden an der Wange der Mauer führt Mehler darauf zurück, dass über Jahre Wasser eingedrungen und es deshalb zu Setzungserscheinungen bekommen ist.

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