merken
PLUS Sebnitz

Breitbandausbau dauert noch

Die Fördergelder für schnelles Internet in Mittelndorf und weiteren Sebnitzer Ortsteilen stehen längst bereit. Dafür gibt es eine andere Hürde.

Leerrohre für Glasfaserkabel: Baustellen wie diese sollen es auch in Sebnitzer Ortsteilen geben.
Leerrohre für Glasfaserkabel: Baustellen wie diese sollen es auch in Sebnitzer Ortsteilen geben. © Symbolbild: dpa/Patrick Pleul

Einwohner in abgelegenen Ecken von Sebnitz und seinen Ortsteilen müssen sich in Sachen schnelles Internet weiter gedulden. Dort, wo der Breitbandausbau mit staatlichen Fördermitteln vonstatten gehen soll, wird frühestens Ende 2020 das erste Kabel verlegt. Bis die Leitungen genutzt werden können, wird es wohl noch länger dauern. Die abgefragten Unternehmen hätte Bauzeiten zwischen einem und fünf Jahren angegeben, erklärte Ronald Kretzschmar, Hauptverwaltungsleiter im Sebnitzer Rathaus kürzlich im Stadtrat. 

"Wir versuchen, es so kurz wie möglich zu halten", sagte Kretzschmar. Die Bürokratie braucht jedoch ihre Zeit. Für den Januar rechnet die Stadt mit den finalen Angeboten der Anbieter. Danach müssen die Unterlagen vom Breitbandkompetenzzentrum Sachsen geprüft werden. Allein die Vergabe kann sich dadurch bis zu einem Dreivierteljahr hinziehen. Im November hatten bereits Gespräche mit den Unternehmen stattgefunden. 

Late Night Shopping Dresden
Late Night Shopping Dresden
Late Night Shopping Dresden

Zur langen Einkaufsnacht unter dem Motto "Late Night Shopping" lädt das City Management Dresden am Freitag, 2. Oktober, in die Dresdner Innenstadt ein. Vom Neumarkt an der Frauenkiche bis zur Prager Straße beteiligen sich zahlreiche Händler und die großen Einkaufsgalerien an der Aktion.

Konkret geht es um Mittelndorf und um Randbereiche von Hertigswalde und Hinterhermsdorf. An insgesamt 556 Häusern liegen dort maximal 16 Mbit pro Sekunde im Download an, teils sogar weniger als sechs Mbit. Die Ortschaften sollen mit Glasfaserleitungen auf den Stand der Technik gebracht werden. 

In der Sebnitzer Innenstadt haben die Telekom und die Enso für die kommenden drei Jahre einen weiteren Ausbau auf eigene Kosten angekündigt. Hier liegen aktuell mindestens 30 Mbit pro Sekunde im Download an. Das gilt laut Richtlinie als ausreichend erschlossen, deshalb gibt es für diese Bereiche keine staatlichen Fördergelder. Rings um den Sebnitzer Markt oder im Wohngebiet auf dem Knöchel sind Geschwindigkeiten bis zu 100 Mbit möglich.  

Die Stadt Sebnitz hat die Fördermittel bereits im August 2018 beantragt. Knapp zwei Millionen Euro stehen zur Verfügung. 

Mehr Nachrichten aus Sebnitz lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Sebnitz