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Breitscheidstraße zwei Wochen dicht

Die Auswirkungen eines Rohrbruchs sind erheblicher als angenommen. Das bedeutet Umwege für Autos und Busse.

Durch eine riesige Trinkwasserpfütze fuhren die Autos am Mittwoch. Mittlerweile ist die Breitscheidstraße voll gesperrt.
Durch eine riesige Trinkwasserpfütze fuhren die Autos am Mittwoch. Mittlerweile ist die Breitscheidstraße voll gesperrt. ©  Sebastian Schultz

Riesa. Wie aus dem Nichts heraus hatte sich am Mittwoch eine teichgroße Pfütze auf der Breitscheidstraße gebildet. Ursache war ein Rohrbruch im Untergrund. Nun ist klar: Das hat größere Folgen für den Straßenverkehr. „Mit der Reparatur, der Verdichtung des Bodens und der Herstellung des Straßenbelags wird die Vollsperrung dort wohl zwei Wochen dauern“, sagt Heiko Bollmann, Chef der Trinkwasserversorgung Riesa-Großenhain.

Das hat auch Folgen für den Nahverkehr. Laut Verkehrsgesellschaft Meißen (VGM) müssen vier Stadtbuslinien und nahezu alle Regionallinien eine Umleitung fahren. Die verläuft über Klötzer-, List- und Kasernenstraße. Die Haltestelle an der Breitscheidstraße fällt weg, dafür bedienen alle Busse die Haltestelle an der Kasernenstraße. Eine Ersatzhaltestelle näher an der Kreuzung einzurichten, sei aus Sicherheitsgründen nicht möglich, heißt es von der VGM. Immerhin: Durch die kleinräumigen Umleitungen blieben die Verspätungen mit etwa zwei Minuten überschaubar.

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Offenbar hatte es in einer der wichtigsten Trinkwasserleitungen Riesas einen Haarriss gegeben. Weil die Versorgung dort nach dem System der Ringleitung aufgebaut ist, habe man aber durch Umschaltungen verhindern können, dass Mieter der benachbarten Wohnblöcke auf dem Trockenen sitzen. „Das war Glück im Unglück“, sagt Bollmann. „Kein Abnehmer ist von dieser Havarie direkt betroffen.“

Die Graugussleitung stamme aus den 30er Jahren. Zwar könne jede Leitung irgendwann kaputt gehen – das sei aber schlecht vorherzusehen, so der Trinkwasser-Chef. „Wir haben Leitungen, die sind 100 Jahre alt und funktionieren immer noch".

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