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Brennende Zugbremsen in Radebeul

Heißer Einsatz am Sonnabendvormittag auf der Bahnbrücke im Ortsteil Zitzschewig.

Einsatz der Radebeuler Feuerwehrleute auf der Brücke am Haltepunkt Zitzschewig.
Einsatz der Radebeuler Feuerwehrleute auf der Brücke am Haltepunkt Zitzschewig. © Roland Halkasch

Radebeul/Weinböhla/Niederau/Riesa. Gut 30 Grad in der Sonne und auch das noch. Am Samstagmorgen hat eine Güterzug auf der Strecke zwischen Riesa, Priestewitz, Niederau, Weinböhla und Radebeul die Feuerwehrleute ins Schwitzen gebracht. Eine der Zugachsen war festgelaufen und hatte blockiert.

Entlang der Strecke wurde das Metall immer heißer und glühte schließlich. Sogar eines der Räder war inzwischen dunkelrot angelaufen. Funkenflug entwickelte sich, was für die anliegende Strecke zum Problem wurde. Mehrere Felder und Wiesen entlang der Strecke fingen in der Vormittagshitze schnell Feuer. In Niederau, Weinböhla und auch in Coswig waren die Feuerwehren ausgerückt, um zu löschen.

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Der Güterzug des privaten tschechischen Bahnunternehmens EP Cargo konnte schließlich auf freier Strecke auf der Bahnbrücke am Haltepunkt Radebeul-Zitzschewig zum Stehen gebracht werden. Wie Radebeuls Stadtwehrleiter Roland Fährmann informiert, standen hier bereits die Feuerwehren von Kötzschenbroda, Radebeul-Ost und Lindenau bereit. Einsatzleiter vor Ort war der Kötzschenbrodaer Wehrleiter Sebastian Wels.

Dieser Zug aus Tschechien verursachte mehrere Feld- und Wiesenbrände entlang der Strecke von Priestewitz bis Radebeul.
Dieser Zug aus Tschechien verursachte mehrere Feld- und Wiesenbrände entlang der Strecke von Priestewitz bis Radebeul. © Roland Halkasch

Lokführer reagierte noch rechtzeitig

Nach Fährmanns Schilderung betraf es vor allem den vierten Waggon nach der Lok. Brisant war die Blockade an der Achse und den Bremsen auch deshalb, weil der Zug vollgeladen mit Langholzstapeln war. Der Stadtwehrleiter: „An den Stämmen hat es bereits ordentlich gequalmt.“

Allerdings sei der Lokführer des Zuges so geistesgegenwärtig gewesen, dass er mit einem Pulverlöscher einen Ladungsbrand verhinderte. Die Radebeuler Feuerwehrleute löschten dann den Brand und die glühende Hitze an den Bremsen und der Achse. Roland Fährmann: „Wir haben die Räder und die Achse mit Wasser heruntergekühlt. Mit der Wärmebildkamera wurde ständig die Temperatur gemessen.“

Letztlich hat den Zug der Notfallmanager der Deutschen Bahn zur Weiterfahrt übernommen.

Alarmiert worden sind die Kameraden der Radebeuler Feuerwehren gegen 10.30 Uhr am Sonnabendvormittag. Am Mittag war der Einsatz beendet. Auf dem Gleis konnte während dieser Zeit kein anderer Zug fahren. Es kam zu zahlreichen Zugausfällen im Personenverkehr. Andere Züge wurden über Cossebaude umgeleitet.

Weiterer Brand in Wohnsiedlung

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Zu einem weiteren Einsatz musste die Radebeuler Feuerwehr in der Wohnsiedlung in der Straße An der Kaiserbrauerei. Dort, im Westen Radebeuls gab es am Sonnabendnachmittag eine Alarmierung. Die Kameraden der Kötzschenbrodaer Wehr mussten einen beginnenden Brand an einer Abzugshaube löschen. Fährmann: „Die Bewohner haben sich vorbildlich verhalten. Sie hielten Fenster und Türen geschlossen und haben die Wohnung rechtzeitig verlassen.“ Das Feuer konnte ohne größeren Schaden gelöscht werden.

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