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Bricht die Pulsnitzer Straße kurz vorm Krankenhaus ein?

Seit Langem ist der Fußweg in die Tiefe gerutscht. Und oben donnern Laster vorbei.

Von Jens Fritzsche

Es sind gemischte Gefühle, sagt Helmut Grossmann, wenn er an den seit Jahren eingebrochenen Fußweg über dem Hofgrundbach denkt. An der Pulsnitzer Straße, kurz vorm Radeberger Krankenhaus. Seit Jahren ist die eingebrochene Stelle mit rot-weißen Plastezäunen abgesperrt. Es handelt sich dabei um einen Durchlass unter der viel befahrenen Straße, der um 1900 herum gebaut worden war und nun im Bereich des kleinen Parks auf der stadtauswärtigen Richtung der Straße eingebrochen ist. Seither müssen Fußgänger die Straßenseite wechseln. Was vor allem für Ältere und Mütter mit Kinderwagen „bei dem heftigen Verkehr auf der Straße durchaus beschwerlich ist“, findet Helmut Grossmann. Noch dazu, weil es ein viel genutzter Weg von der Innenstadt zum Krankenhaus und zum Altenheim ist. „Außerdem donnern hier ja täglich Hunderte tonnenschwere Laster vorbei – was, wenn die Brücke mal komplett wegrutscht und hier auch gleich noch ein paar Autos oder Fußgänger mit sich reißt?“, ärgert sich Helmut Grossmann, dass hier einfach niemand etwas unternimmt.

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Eine solche Gefahr sieht Isabel Siebert jedenfalls derzeit nicht. Sie ist die Sprecherin des Landesamtes für Straßenbau, das für die Pulsnitzer Straße zuständig ist, da es sich um eine Staatsstraße handelt. „Die Gefahr des Abrutschens der Straße besteht nicht“, stellt sie klar. Wie sie auch klarstellt, dass derzeit durchaus etwas passiere. „Aktuell laufen die Vorbereitungen für die Erarbeitung der notwendigen Unterlagen für den geplanten Ersatzneubau der Brücke“, so Isabel Siebert. Dieser Bau sei dabei für 2015 geplant, fügt sie an. Dass diese Vorbereitungen eine Menge Zeit in Anspruch nehmen, begründet die Sprecherin des Landesamtes dabei damit, „dass sie sehr umfangreich sind, da es neben planerischer Arbeiten auch fachlicher Abstimmungen mit vielen beteiligten Behörden bedarf“. So müsse man auch mit dem Landratsamt und der Stadt Radeberg reden, „um Mehrfachbaustellen im Einzugsbereich zu vermeiden“, schiebt sie nach.

Heißt also, noch mindestens ein Jahr lang bleibt der eingebrochene Fußweg-Bereich gesperrt. Erst dann rollen die Baufahrzeuge an. Und so lange bleiben auch die gemischten Gefühle, wenn Helmut Grossmann auf den mehrere Meter tiefen Krater schaut, der den Blick auf den Hofgrundbach freigibt …