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Bringen die neuen Fahrradwege in Großharthau mehr Sicherheit?

Die Markierungen entlang der B 6 werden gelobt wie kritisiert. Ohne gegenseitige Rücksicht ist an Sicherheit aber wohl für niemanden zu denken.

Entlang der B 6 in Großharthau sind Fahrradwege angelegt worden. Die Freude darüber ist groß, aber sie kann nicht jeder teilen. Für die Radwege wurde die Fahrbahn schmaler. Ein Modellversuch im Landkreis Bautzen. Seit die SZ darüber berichtete, wird das Thema vor allem bei Facebook diskutiert. Die Frage ist, ob Radler und Kraftfahrer durch an der Fahrbahn angebrachte Radwegmarkierungen sicherer sind.

Regina Berger: Mir gefällt das überhaupt nicht. Die Straße ist echt viel zu schmal dadurch geworden. Ich habe den Nachfolgeverkehr beobachtet. Alle hatten irgendwie damit zu tun, die Markierung nicht zu überfahren. – Links und rechts ein Radweg, wem soll das was bringen? Auf der B 6 sind Fahrzeuge mit Überlänge und Überbreite unterwegs, es ist eine viel befahrene Bundesstraße. Solange ich durch Großharthau fahre, habe ich auf dieser Straße die wenigsten Radler gesehen.

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Eberhard Preuß: Für die Sicherheit der Radfahrer ist das Ok. Allerdings würde ein Radweg zureichen, da bereits ein Fußweg dafür genutzt wurde und weiter genutzt werden könnte.

Peter Rudolph: Ist ja wie in der Großstadt bei euch in Großharthau.

Martin Wolf: Ich höre immer nur, dass die Straßen zu schmal sind und dass Autofahrer nicht schnell irgendwo langfahren können! Wenn innerorts kein Platz ist für einen Radweg, dann ist das eine gute Alternative. Und wenn kein Radler unterwegs ist, können die Autos problemlos die gestrichelte Linie überfahren. Ansonsten muss der arme Autofahrer eben mal abbremsen, was ist so schlimm daran? Es muss noch viel mehr für Fahrradfahrer getan werden.

Undine Wolf (per Mail): Von Neukirch aus sind wir über Bischofswerda, Geißmannsdorf, Rammenau, Goldbach und Frankenthal nach Großharthau auf dem kurzen gekennzeichneten Radweg gefahren. Es fuhr sich sehr gut, wir fühlten uns auch sehr sicher, da wir ja wussten: Das ist ein Weg nur für uns. Was uns aufgefallen ist: Viele Autos kamen uns entgegen, die halb auf dem Radweg fuhren. Für uns Radfahrer ist es ein sicheres Gefühl, wie sich die Kraftfahrer dabei fühlen, weiß ich nicht. – Bemängeln möchte ich, dass es hier nirgendwo Bänke an den Radwegen gibt, wo man sich mal ausruhen oder ein Picknick machen kann. Auch Richtung Bautzen vermissen wir sie. Radeln wir vom Stausee Bautzen über den Spreeradweg zum Bärwalder See, gibt es bessere Möglichkeiten zum Verweilen.