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Brößnitzer gründen Bürgerinitiative

Gegen den neuen Asphaltmischer soll auch eine Petition beim Landtag eingereicht werden.

Von Kathrin Krüger-Mlaouhia

Die Brößnitzer machen bei der Aufstellung einer Asphaltmischanlage im nahen Steinbruch Flechtingen nicht mit (SZ berichtete). Sie wollen eine Bürgerinitiative (BI) gründen. Parallel dazu erarbeitet die Gemeinde derzeit eine Stellungnahme. Unabhängig davon will die BI aber die Umsetzung der Anlage von Freienhufen nach Brößnitz in jedem Fall verhindern und dafür eine Petition in den Landtag einbringen. Gemeinderat Wiedemann-Schulze wird versuchen, einen Gesprächskanal zum Oberbergbauamt aufzubauen, „um mögliche Konfrontationen im Vorfeld zu vermeiden“, so der Gemeinderat.

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Die Bürgerinitiative will das Antragsverfahren der Firma Flechtingen rechtlich prüfen, da es nach ihrer Ansicht dort Unstimmigkeiten gibt. Zum Beispiel wird der Antrag für die Anlage über das Oberbergamt gestellt. Dafür müssten aber mehr als die Hälfte der verwendeten Materialien direkt aus dem Steinbruch Brößnitz kommen. Sollte die Kapazität dies nicht zulassen und Material aus anderen Werken zugemischt werden, fiele das Genehmigungsverfahren unter das Emissionsschutzgesetz. „Da wären die Chancen auf Ablehnung deutlich besser“, vermutet Sven Wiedemann-Schulze. Weiterhin seien im Antrag falsche Entfernungs- und Abstandsgrenzen verwendet worden, sodass die geplante Anlage deutlich näher an der Ortschaft Brößnitz stehen würde.

Für die Petition an den Landtag sind mehrere Unterschriftenlisten in den umliegenden Ortschaften ausgelegt worden. Diese Stellen sind die Physiotherapie Anke Wilhelm in Weißig a.R., der Landhandel Heinrich in Blochwitz, die Arztpraxis Dierk Bade in Lampertswalde, die dortige Gemeindeverwaltung und der Sparmarkt in Großthiemig.