merken
PLUS

Brücke für die B 6 wird neu gebaut

Der Bund investiert vier Millionen Euro in Großharthau. Die Pläne wurden jetzt auf einer Bürgerversammlung vorgestellt.

Diese Brücke in Großharthau überspannt die Eisenbahnstrecke zwischen Dresden und Bischofswerda. Sie soll durch einen Neubau ersetzt werden.
Diese Brücke in Großharthau überspannt die Eisenbahnstrecke zwischen Dresden und Bischofswerda. Sie soll durch einen Neubau ersetzt werden. © Steffen Unger

Großharthau. Voraussichtlich im Februar 2020 beginnt der Neubau der Brücke über die Bahnstrecke Dresden – Bischofswerda in Großharthau. Diesen Termin nannte ein Vertreter des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) auf einer Einwohnerversammlung am Mittwochabend. Das Interesse an dem Bauwerk ist groß. Fast 100 Bürger kamen zur Versammlung, sagte Bürgermeister Jens Krauße (SPD).

Im Lasuv rechnet man mit einer Bauzeit von etwa einem Jahr. Dabei ist man sich in der Landesbehörde natürlich dessen bewusst, dass die Bundesstraße 6 eine wichtige Lebensader für die Region ist. Deswegen soll die Straße während der Bauzeit befahrbar bleiben. Konkret heißt das: Zunächst wird nordwestlich der bestehenden Brücke – in Richtung Bahnhof – die neue Brücke gebaut. Anschließend wird die Straße angeschlossen, und erst dann wird die alte Brücke abgerissen. 

Anzeige
Onlineapotheke? StadtApotheken Dresden!
Onlineapotheke? StadtApotheken Dresden!

Wer seine Medikamente gerne bequem und direkt von Zuhause bestellt, muss nicht auf Zuverlässigkeit und kompetente Beratung verzichten. LINDA macht es möglich.

Nur wenn die Anschlüsse zwischen Straße und Brücke hergestellt werden, soll es eine Straßensperrung für wenige Tage geben. Auch der Zugverkehr von und in Richtung Dresden soll weitgehend uneingeschränkt rollen, mit Ausnahme des Brückenabrisses. Dafür sei eine Sperrung der Bahnstrecke von 64 Stunden, keine vollen drei Tage, bewilligt worden, heißt es. In diesem Jahr sollen vorbereitende Arbeiten beginnen. So muss ein Gastank nahe der Brücke verlegt werden.

Note 3,0 bei Brückenprüfung

Die neue Brücke wird etwa um 25 Zentimeter höher als die jetzige sein. Denn gebaut wird mit Blick auf eine künftige Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke Dresden – Görlitz. Das Lasuv rechnet mit Baukosten von rund vier Millionen Euro. Die jetzige Brücke wurde 1959 gebaut und in den Jahren 1991 und 1999 teilweise saniert. Inzwischen gibt es wieder Handlungsbedarf. Die jüngste Brückenprüfung ergab die Note 3,0. Sie sagt, dass das Bauwerk in einem schlechten Zustand ist. „Es gibt umfangreiche Betonschäden im Überbau. Die zulässige Tragfähigkeit entspricht nicht mehr heutigen Vorschriften“, sagte Isabel Siebert, Pressesprecherin des Lasuv, vor einem Jahr der SZ. Aus diesem Grund habe man sich für einen Neubau entschieden. Denn die bisherige zu sanieren, wäre unter diesen Voraussetzungen nicht wirtschaftlich.

Jede Brücke wird im Abstand von sechs Jahren einer Hauptprüfung durch speziell ausgebildete Prüfingenieure unterzogen. Drei Jahre danach erfolgt jeweils eine einfache Prüfung. Bei den jährlich durchzuführenden Besichtigungen kontrollieren die Straßen- und Autobahnmeistereien die Bauwerke. Außerdem erfolgen zweimal im Jahr Beobachtungen im Hinblick auf augenscheinliche Schäden. Im Ergebnis gibt es Zustandsnoten von 1 (sehr gut) bis 4 (ungenügend). Diese Zustandsnoten bilden für die Straßenbaubehörden die Grundlage für Investitionsentscheidungen. (SZ/ir)