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Verbindende Brücke im Lausitzer Gebirge

Seit Jahren wird sich um den Bau an einem neuralgischen Punkt bei Jiřetín pod Jedlovou bemüht. Nun geht plötzlich alles ganz schnell.

Die Burg Tollstein ist ein Ausflugsziel in der Gegend.
Die Burg Tollstein ist ein Ausflugsziel in der Gegend. © SZ/Wolfgang Wittchen

Šébr, nach seinem deutschen Namen Schöbersattel, wird die Stelle genannt, an der die Fernstraße 9 von Rumburk (Rumburg) nach Prag in 602 Meter Höhe das Lausitzer Gebirge überwindet. Es ist in jeder Hinsicht ein neuralgischer Punkt. Bei Schnee und Eis wird der Pass im Winter zur natürlichen Barriere. Die kurvenreiche und dank Steigspur dreispurige Strecke ist auch oft Unfallort. Damit nicht genug, kreuzen gerade hier zwei markierte Wanderwege die stark befahrene Straße. Bis zu 5.500 Autos fahren hier täglich. Sie treffen auf Tausende Touristen im Jahr. 

Und das umso mehr, da der blau markierte Weg inzwischen wieder als Kammweg ausgewiesen ist, der Isergebirge, Jeschken, Lausitzer Gebirge und Böhmische Schweiz miteinander verbindet. Deshalb bemühte sich der Freiwillige Gemeindeverband Tolštejn (Tollenstein) schon seit Jahren um eine Fußgängerbrücke für diese Stelle. Was lange währt, wird nun offenbar gut, denn der Bau wurde endlich genehmigt. Laut Bezirksamt Ústí soll es nun ganz schnell gehen. „Wir haben die Baustelle vorige Woche Dienstag übergeben, in dieser Woche soll es losgehen“, sagte Bezirkssprecher Martin Volf.

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Die Brücke wird vor allem aus Holz gebaut und soll fast 700.000 Euro kosten. Die Fertigstellung ist noch für dieses Jahr geplant. Das ist wichtig, denn sie wird auch von Skifahrern genutzt, da hier auch gespurte Loipen entlangführen. Bisher mussten Langläufer hier immer abschnallen. Allerdings werden Wanderwege und Loipen an den Standort der Brücke angepasst, die nicht genau dort stehen wird, wo die Wege heute auf die Straße treffen. Während den Bau der Brücke der Bezirk zahlt, teilen sich die sieben Gemeinden aus dem Gemeindeverband die Wartungskosten. „Zehn Jahre haben wir dafür gekämpft. Dass die Brücke jetzt gebaut wird, ist die größte Freude für mich in den letzten Jahren“, zeigte sich der langjährige Bürgermeister von Jiřetín pod Jedlovou (Sankt Georgenthal), Josef Zoser, zufrieden.

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