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Neustadts bekannteste Brücke ist zurück

Auf die Sperrung der historischen Bogenbrücke im Arthur-Richter-Park vor einem Jahr folgte Unmut. Warum die Sanierung so lange dauerte.

Fachleute bauen die Rundbogenbrücke im Stadtpark Neustadt ein.
Fachleute bauen die Rundbogenbrücke im Stadtpark Neustadt ein. © Daniel Schäfer

Die Lage ist ruhig, die Atmosphäre gepflegt - Neustadts grüne Lunge, der  Arthur-Richter-Park, ist perfekt für einen Spaziergang, für Abschalten, zum Luft holen Entspannen. Und deshalb lassen auch die Neustädter auf ihren Stadtpark  nichts kommen. Groß war der Unmut, als die Stadtverwaltung im Juli 2019 die Bogenbrücke im Park hat sperren lassen. Zu marode, einsturzgefährdet, hieß es. Immerhin war die Brücke im Stadtpark auch stets ein beliebtes Fotomotiv bei Touristen oder auch bei Hochzeitspaaren. Die Sperrung konnte kein Zustand auf Dauer sein. Das hätte so mancher Einwohner dem Rathaus übel genommen. Und die Stadt kam nicht drumherum, die Brücke sanieren zu lassen. Im März wurde dann auch der Teich abgelassen. Die neuen Brückenelemente, die die beiden Bögen künftig halten sollen, wurden gegossen. Dann passierte erst mal nichts. Und das machte so manchen schon stutzig. War das Geld alle?

Lieferschwierigkeiten mit dem Material, aber vor allem die zögerliche Genehmigung vom Landesamt für Denkmalpflege waren die Ursache für die Verzögerungen. Der Park selbst ist ein Kulturdenkmal und speziell die historische Brücke steht logischerweise unter Denkmalschutz. Und deshalb redet selbiger auch mit rein und das wohl ziemlich oft. Deshalb hatte die Stadt Neustadt auch erst ziemlich spät die Genehmigung für den Neubau erhalten. Damit verzögerte sich das Ganze weiter.

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Schwan mit Nachwuchs auf dem Teich im Neustädter Arthur-Richter-Park.
Schwan mit Nachwuchs auf dem Teich im Neustädter Arthur-Richter-Park. © Steffen Unger

Doch inzwischen ist offenbar alles geklärt. Das Probeeinheben der Brücke vor wenigen Tagen hat funktioniert. So konnten die Bauleute jetzt mit dem Montieren der Brücke begonnen, nach dem Motto "Passt, wackelt und hat Luft". Fast ein Jahr nach der Sperrung können die Neustädter und ihre Touristen wieder über die historische Rundbogenbrücke schlendern. Der Park ist damit komplett. Und auch den Schwänen und ihrem Nachwuchs auf dem Teich  es offenbar gut.

Der Park wurde nach dem Neustädter Kaufmann Arthur Richter benannt. Da er unverheiratet und kinderlos war, vererbte er der Kommune sein Haus und das Grundstück an der Dresdner Straße 34 mit der Forderung, es zu verkaufen. Von dem Erlös, so verfügte er, sollte das Krankenhaus gebaut werden. Es entstand 1898. Außerdem verfügte er, einen Park anzulegen. Bis etwa zur zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde dieser als Vogelteich bezeichnet. Mit der Umgestaltung zwischen 1892 und 1895 erhielt das Gelände seine jetzige Form.

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