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Brücken-Bürokratie

Der Überweg am Alten Graben muss ins Straßenregister. Das ist zwar nur eine Formalie, aber trotzdem wichtig.

Von Carina Brestrich

Oppach. Die Bürokratie treibt manchmal merkwürdige Blüten. Diese Feststellung musste jetzt auch Oppachs Bürgermeister Stefan Hornig (Freie Wähler) machen. Denn in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates stand ein Beschluss auf der Tagesordnung, der bei einigen Gemeinderäten Fragezeichen hervorrief. Der Beschluss betraf den Gehweg zwischen dem Schlosspark und der Straße Am Alten Graben. Er muss nun in das sogenannte Straßenbestandsverzeichnis aufgenommen werden. In dem Verzeichnis sind alle Straßen und Wege, die der Gemeinde Oppach gehören, enthalten.

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Nach Angaben von Bürgermeister Hornig handelt es sich bei diesem Akt um eine reine Formalie. Die aber ist wichtig, damit die Gemeinde Fördermittel erhalten kann. Denn den Schlosspark und die Straße am Alten Graben trennt das Beiersdorfer Wasser. Der Weg führt daher in Form einer Fußgängerbrücke über den Bachlauf. Deren Widerlager allerdings wurden beim Hochwasser 2010 so stark beschädigt, dass sie nicht mehr benutzbar war und abgebaut wurde. Dieses Frühjahr können die Widerlager der Holzbrücke repariert werden. Ist dies erledigt kann auch die derzeit eingelagerte Brücke wieder einschweben.

Damit die Gemeinde für die Bauarbeiten finanzielle Unterstützung vom Freistaat erhält, muss die Brücke nun in besagtes Verzeichnis. An den Nutzungsbedingungen ändert sich damit aber nichts. Schon seit jeher handelt es sich um einen beschränkt öffentlichen Weg, der für Fußgänger offiziell nutzbar ist, erklärt Hauptamtsleiterin Bettina Natschke.