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Der Teufel treibt wieder sein Unwesen

Heike Stöhr beendet ihre historische Pirna-Triologie. Doch das heißt nicht, dass sie mit dem Schreiben aufhört.

In Pirna ist Heike Stöhr aufgewachsen, in Pirna spielen ihre historischen Romane.
In Pirna ist Heike Stöhr aufgewachsen, in Pirna spielen ihre historischen Romane. © privat

Während alles verschoben wird oder ausfällt, hat eine ihren Termin standhaft gehalten. Auf den Tag genau wie geplant ist Heike Stöhrs dritter historischer Roman über Pirna erschienen. Da hatte auch Corona keine Chance. "Autoren und Lektoren sind ja praktisch die Erfinder von Homeoffice", sagt Heike Stöhr. Nach "Die Fallstricke des Teufels" folgte "Die Handschrift des Teufels", nun setzt "Die Arglist des Teufels" einen vorläufigen  Schlusspunkt. 

Cover Heike Stöhr
Cover Heike Stöhr © Romy Unger

Nachdem Heike Stöhr ihre ersten beiden Bücher nach der Abenteurermethode schrieb, also einfach drauf los, hat sie diesmal geplant. "Ich musste die offenen Handlungsstränge zu einem nachvollziehbaren - und für die Leser hoffentlich befriedigenden - Ende bringen", sagt die gebürtige Pirnaerin, die inzwischen in Berlin lebt.  Trotzdem ergaben sich beim Schreiben einige abenteuerliche Überraschungen. So wie es beim Schreiben aller drei Bücher bisher war.

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Angefangen hat Heike Stöhrs Schreib-Abenteuer im November 2011. Da fuhr sie mit einem festen Vorsatz übers Wochenende in ihre Heimatstadt Pirna. Sie wollte einen historischen Roman schreiben. Nicht gleich komplett an einem Wochenende, aber wenn der Anfang erstmal gemacht ist ... "Und er sollte dort spielen, wo ich mich am besten auskenne und wo ich Menschen habe, die mich bei Recherchen unterstützen", sagt Heike Stöhr. Also in Pirna.

Worum geht es in "Die Arglist des Teufels"?

  • Sophia, die Heldin aller drei Bücher, steht diesmal in Mähren zunächst vor einem fast unlösbaren Problem. 
  • Der Mann, der sie die Sprache lehren könnte, in der das geheimnisvolle Manuskript verfasst wurde, wird im Felsenkeller der Burg Falkenstein gefangengehalten. 
  • Pirnas Stadtschreiber Wolf Schumann indes glaubt, endlich sämtliche Fäden in der Hand zu halten. 
  • Er sieht sich seinem Ziel, das Wissen des Buches für sich allein zu nutzen, so nah wie noch nie. Aber worum geht es in dem verschlüsselten Text wirklich? 
  • Wird Sophia am Ende finden, wonach sie so lange gesucht hat?

Während Heike Stöhr durch Pirnas Gassen schlenderte, fiel ihr die Geschichte der Weinhändlerstochter Sophia vor die Füße, die zur Heldin ihrer Bücher wurde. In der Marienkirche entdeckte sie die Geschichte des Malers Niklas, den es im zweiten Teil der  Trilogie zu den Flößern und Holzfällern ins Elbsandsteingebirge verschlägt. Inzwischen passiert es immer öfter, dass ihr Leser ihrer Bücher berichten, dass sie Pirna nun mit neuen Augen sehen und auch ihre Kinder und Enkel darauf aufmerksam machen. 

Aller guten Dinge sind drei, doch vier sind besser. Derzeit überarbeitet Heike Stöhr bereits das Manuskript für ihr viertes Buch. "Der Pesthändler" soll in einem Jahr, im September 2021, erscheinen. Darin wird die Geschichte des jungen Baders Valentin Arnold erzählt. Er war in den drei Büchern eine Nebenfigur, die immer mehr Platz für sich beanspruchte, sagt Heike Stöhr. Deshalb verbannte sie ihn. In einen Extraordner auf ihrem Computer. Nun bekommt der Nebendarsteller eine Hauptrolle. Arnold wird 1532  während der Pest in Pirna ermitteln. 

Videobotschaft für die Pirnaer Leser

Zur Einkaufsnacht nach Pirna schafft es Heike Stöhr dieses Jahr nicht. Hier hatte sie voriges Jahr in der Buchhandlung Gladrow ihr Buch vorgestellt und Autogramme gegeben. Dieses Jahr soll sie virtuell da sein. Die Idee: Eine Videobotschaft, die dann im Laden auf einem  Bildschirm gezeigt werden soll. "Na, da muss ich in den nächsten Tagen mal ordentlich Anlauf nehmen und über meinen introvertierten Schatten springen", sagt Heike Stöhr. In Pirna wird sie wieder im Oktober sein. Ob es dann auch eine Lesung gibt? "Ein paar freie Termine habe ich noch." Ein fester Termin ist der 5. September, 15 Uhr, beim Literaturfest auf dem Meißner Heinrichplatz.

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