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Buchausleihe von zu Hause aus

Die Bibliothek Roßwein wird im März mit einem neuen Programm ausgestattet. Das bringt Vorteile für die Leser.

Von Frank Korn

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Bibliothekschefin Sabine Schneider und Mitarbeiterin Kati Kaiser freuen sich schon auf den März. Dann bekommt die Bibliothek Roßwein ein neues Programm. Das steht ab 23. März zur Verfügung. Damit können sich die Leser am heimischen Computer oder über eine App auf dem Smartphone darüber informieren, ob die gewünschten Bücher zur Verfügung stehen, können Bücher und andere Medien vormerken oder auch verlängern lassen.

Mit diesem Programm bekommt die Bibliothek dann auch eine eigene Internetseite. „Das ist schon seit einigen Jahren unser Wunsch“, sagt Sabine Schneider. Die Umstellung auf das neue Programm bringt es aber mit sich, dass die Bibliothek für eine Woche (vom 16. bis 20. März) geschlossen bleibt. Sabine Schneider hofft, dass es nach der Einführung des neuen Programms auch bald möglich sein wird, sogenannte E-Books auszuleihen. „Wir hoffen, dass das noch in diesem Jahr los geht.“

Bei der Frage, was die Roßweiner am liebsten lesen, muss Sabine Schneider nicht lange überlegen. „Krimis und überhaupt spannende Unterhaltung gehen gut.“ Die Roßweiner Bibliothek hat einen großen Bestand an Kriminalromanen deutschsprachiger Autoren. „Wir arbeiten da eng mit dem Gmeiner-Verlag zusammen“, so die Bibliothekschefin. Der Vorteil dieser Bücher sei, dass Schriftgröße und Zeilenabstand nicht so klein sind. Damit seien die Bücher auch für ältere Menschen gut lesbar. Besonders die zeitgeschichtlichen Kriminalromane, die zum Beispiel in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts spielen, werden gern gelesen.

Im Bestand der Roßweiner Bibliothek sind auch etwa 1500 Hörbücher, die gern genutzt werden. Dagegen ist Fachliteratur weniger gefragt. „Es wird Sachgruppen geben, die wir demnächst nicht mehr anbieten werden“, so Schneider. Bücher zum Thema Handarbeiten/Nähen, Basteln, Kochen oder auch Reiseführer, Psychologie und Gesundheit werden dagegen oft ausgeliehen. Der Kinderbuchbestand sei leicht gewachsen. Dabei sind Antolin-Bücher – ein innovatives Internet-Portal zur Leseförderung von Klasse 1 bis 10 – besonders gekennzeichnet. Neu in der Bibliothek sind seit dem vergangenen Jahr Ting- und Tiptoi-Stifte mit Büchern, mit denen die Inhalte sprachlich vermittelt werden. Über dieses Angebot für Kinder und Jugendliche konnte sich gestern auch die Klasse 5 b der Oberschule informieren. Außerdem standen kleine Suchaufgaben auf dem Plan.

Im vergangenen Jahr hatte sich die Roßweiner Bibliothek zum zweiten Mal am Buchsommer, einem Projekt zur Leseförderung von Jugendlichen, beteiligt. Das ist auch für dieses Jahr geplant.

Beim Roßweiner Schul- und Heimatfest wird die Bibliothek eingebunden sein. „Wir haben festgestellt, dass das Wissen zu Märchen rudimentär ist und bieten am 4. Juli stündlich eine Märchenlesung an“, erzählt Sabine Schneider.

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