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Buchstabensuppe im Kerzenschein

In seinem achten Jahr als Gastronom beginnt Ronny Suschke noch mal neu: mit dem Restaurant Kerzenschein.

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Von Cathrin Reichelt und Jens Hoyer

Die Gerichte stehen im Restaurant Kerzenschein nicht nur in der Speisekarte, eines prangt auch von der Wand. Der Döbelner Graffiti-Künstler Frank Schäfer hat sich für die neue Gaststätte an der Johannisstraße etwas Kulinarisches zur Verschönerung der Spielecke einfallen lassen: eine ganze Terrine voll Buchstabensuppe. „Zu Buchstaben habe ich einen Bezug. Und ich wollte was sprühen, was die Kinder anspricht“, sagte Schäfer, der in dieser Woche mit seiner Arbeit fertig geworden ist. Für ihn ist es ein eher kleines Bild. „Aber so etwas ist auch mal schön“, meint er.

Im Restaurant Kerzenschein an der Johannisstraße zündet Nicole Ermisch für den Fotografen eine Kerze an. Inhaber und Lebensgefährte Ronny Suschke bewirtet die Gäste. Der Graffiti-Künstler Frank Schäfer hat sich für die Spielecke der Gaststätte etwas Kulin
Im Restaurant Kerzenschein an der Johannisstraße zündet Nicole Ermisch für den Fotografen eine Kerze an. Inhaber und Lebensgefährte Ronny Suschke bewirtet die Gäste. Der Graffiti-Künstler Frank Schäfer hat sich für die Spielecke der Gaststätte etwas Kulin

Gastwirt Ronny Suschke war vor acht Jahren eher durch Zufall zum Gastronom geworden. Seine Armeezeit war zu Ende und sein Schwiegervater konnte die Kegelbahn in Großbauchlitz aus gesundheitlichen Gründen nicht weiterführen. „Da bin ich eingesprungen“, meint Suschke. Mehrere Lehrgänge halfen ihm, sich in das Metier einzuarbeiten.

Jetzt hat er mit einer gewissen Erfahrung im Hintergrund in der Innenstadt noch einmal neu begonnen. „Nach dem Hochwasser habe ich mitbekommen, dass mein Vertrag in Großbauchlitz voraussichtlich nicht verlängert wird“, erzählt der junge Mann. Das Albrechtscafé an der Johannisstraße stand zu diesem Zeitpunkt schon einige Monate leer. Die TAG Wohnungsgesellschaft als Vermieter und Ronny Suschke wurden sich schnell einig. Ende September bekam er die Schlüssel. Bis zum Jahresende liefen die Sanierungsarbeiten im neuen Restaurant und der Betrieb auf der Kegelbahn parallel.

Seit einigen Tagen hat das Restaurant geöffnet – in neuem Stil und mit neuem Namen: Kerzenschein. Aber wie kam es zu dem Namen? „Wir haben lange gesucht und auch viele Anregungen von anderen Menschen bekommen“, sagt Suschke. Doch der Richtige sei nie dabei gewesen. Auf einer Autofahrt sei ihm spontan „Kerzenschein“ eingefallen. Dieses Wort vereine alle Eigenschaften des neuen Restaurants mit seinem modernen, stilvollen, ruhigen und gemütlichen Ambiente. Außerdem sei der Name leicht zu merken und einmalig in der Region. Bis es wieder wärmer ist, soll auch die Terrasse saniert und überdacht werden. Dort finden 24 Gäste Platz. Dann gibt’s dort wieder das traditionelle selbst gemachte Softeis – auch zum Mitnehmen.

Im Restaurant mit 32 Plätzen dominieren die Farben Weinrot und Weiß. Selbst die Blumen in den Vasen sind dieser Kombination angepasst. Auf der Speisekarte steht deutsche Hausmannskost. Die bereitet Suschkes Lebensgefährtin Nicole Ermisch mit frischen Zutaten zu. „Wir haben noch eine Köchin und eine Servicekraft, suchen aber noch einen Koch“, so Suschke.

Jeden Mittag gibt’s ein Gericht für die kurze Pause, das schneller zubereitet und preiswerter ist, als die anderen auf der Karte. Mittwochs wird zusätzlich ein Marktmenü mit drei kleinen Gängen angeboten.