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Buddelkasten Görlitz

Bagger bestimmen das Bild der Stadt. Die Arbeiten gehen voran. Auf Jakob- und Neißstraße aber gibt es Ärger.

© Pawel Sosnowski/80studio.net

Von Ralph Schermann

Von A nach B zu kommen verlangt Nerven. Überall in Görlitz wird gebaut. Umleitungen sind unvermeidbar, doch gehen die Arbeiten voran? Die SZ erkundigte sich im Rathaus, bei den Stadtwerken sowie beim Landesamt für Straßenbau.

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Wo der blaue Lkw steht, ist künftig die Einfahrt in den neuen Busbahnhof zu finden. Der Bau des Kreisverkehrs davor auf Bahnhof- und Salomonstraße geht sichtbar voran.
Wo der blaue Lkw steht, ist künftig die Einfahrt in den neuen Busbahnhof zu finden. Der Bau des Kreisverkehrs davor auf Bahnhof- und Salomonstraße geht sichtbar voran. © Pawel Sosnowski/80studio.net
An der Rothenburger Straße ist auch für Fußgänger kein Durchkommen mehr. Hart am Hang bereiten Bagger hier den Bau einer neuen Stützmauer vor. Fotos: Pawel Sosnowski
An der Rothenburger Straße ist auch für Fußgänger kein Durchkommen mehr. Hart am Hang bereiten Bagger hier den Bau einer neuen Stützmauer vor. Fotos: Pawel Sosnowski © Pawel Sosnowski/80studio.net

Jakobstraße: Nadelöhr verschwindet, doch ein Kanalbruch bereitet Sorgen

Die gute Nachricht: Bald erhält die Fahrbahn Asphalt. Eine Bürgersteigseite wird aufgebaggert, um Lichtmasten zu setzen. Dann folgt die andere. Das Nadelöhr an der Hospitalstraße und die damit verbundene Einbahnregelung sind Anfang nächster Woche Geschichte. Mitte Juli soll die komplette Jakobstraße wieder befahrbar sein.

Die schlechte Nachricht: Wegen des Einbruchs eines Schmutzwasserkanals muss der neue Asphalt im oberen Teil nahe dem Autohaus noch mal geöffnet werden. Das soll bis zur zweiten Juliwoche dauern.

Kreisverkehr neuer Busbahnhof: Bald

wird auch die Bahnhofstraße aufgefräst

Am neuen Kreisel zum künftigen Busbahnhof sind die Arbeiten der Stadtwerke beendet. Gebaut wird bis Ende nächster Woche noch an einer Trinkwasserleitung zwischen Jakob- und Krölstraße. Dafür werden an verschiedenen Stellen Baulöcher angelegt. Solche Baugruben gibt es auch, um auf der Bahnhofstraße Leerrohre für Breitbandkabel zu verlegen. Im Kreisel selbst sind die Borde gesetzt, eine Seite hat bereits eine Tragschicht. Nach dem Europamarathon wird so eine Schicht auf der anderen Seite eingebaut. Kabel unter der südlichen Einfahrt müssen noch umverlegt werden. Dann wird die Bahnhof- zwischen Jakob- und Salomonstraße aufgefräst und für drei Tage voll gesperrt, damit diese Straße und der neue Kreisel gleichzeitig die endgültige Asphaltdecke bekommen. Bis Mitte Juli muss alles fertig sein, denn dann beginnt bereits der Bau des Busbahnhofes.

Brücke Hagenwerder: Im August

wird wieder freie Fahrt versprochen

Die wichtigsten Betonarbeiten sind erledigt, auch die Abdichtung des neuen Bauwerkes ist abgeschlossen. Erkennbar ist der Baufortschritt durch den Abbau von Gerüsten. Zurzeit läuft das Abnehmen der Verschalung nach dem Aushärten des Betons. Das erfolgt in den Bahn-Nachtpausen. Die kommenden Wochen werden benötigt für die Fertigstellung der Verfüllungen. Abschließend erfolgen im Juli die Herstellung der Frostschutzschicht, das Auftragen von Asphalt und das Montieren von Schutzplanken. Im August soll alles fertig sein.

Rothenburger Straße: Die neue Stützmauer bekommt feste Anker

Die alte Stützwand ist abgebaut, der Platz für eine neue ausgehoben. Zurzeit werden Anker schräg in den Fels gesetzt und Fundamente gegossen. Da ein Teil des Hanges aus zerklüftetem Gestein besteht, kommt dort zur Sicherung ein Stahlnetz hin. Ist all das erledigt, kommt die neue Stützwand auf die Fundamente. Vor dem Winter werden noch Wasserleitungen erneuert. Der Straßenbau mit dem neuem Geh-/Radweg teils auf einer Auskragung (wie ein Balkon) erfolgt planmäßig 2016. Auf den bereits fertigen Leitungsbau rund 200 Meter bis zur Tischbrücke kommt Ende Juli Asphalt.

Grüner Graben, Promenadenstraße,

Neißstraße: Überschaubare Baustellen

Noch heute soll der Grüne Graben wieder freigegeben werden. Nahe der Einmündung Pontestraße hatte sich der Asphalt auf mehreren Metern gesenkt, die herausragenden Straßenbahnschienen wurden zu einer Gefahr, die jetzt beseitigt ist.

Auf der Neißstraße sind im unteren Teil die Arbeiten der Stadtwerke beendet. Jetzt erfolgt die Vorbereitung für den Straßenbau. Der soll auf jeden Fall 2015 fertig werden, während das für die Gehwege noch nicht ganz feststeht. Der Grund: Darunter liegende Versorgungsleitungen stimmen mit den Lageplänen nicht überein und führen stets zu neuen Überraschungen. Über die Baustelle Neißstraße berichtet die SZ in den nächsten Tagen noch ausführlich.

Die Sperrung der Promenaden- in Höhe der Richard-Struhl-Straße soll spätestens am 17. Juni beendet sein. Hier sind Stadtwerke-Leitungsverlegungen für ein neues, privates Mehrfamilienhaus der Grund.

Teile der Frauenburgstraße sind bis 30. September gesperrt. Am Autobahnanschluss im Görlitzer Norden wird noch bis 2016 gebaut. Bis 30. Juni arbeiten die Bauleute auf der Joliot-Curie-Straße und auf der Schützenstraße. Und Woche für Woche fallen zudem weitere kurzfristige Reparatur-Baustellen auf – nervig, aber nötig.