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Bürger als Nörgler?

Zum Freibad schreibt Hannelore Faerber aus Lommatzsch u.a.: Es stimmt, die Freien Wähler haben sich den Erhalt und den Betrieb des Freibades zum Ziel gesetzt. Als unabhängiger Bürger der Stadt frage ich...

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Zum Freibad schreibt Hannelore Faerber aus Lommatzsch u.a.:

Es stimmt, die Freien Wähler haben sich den Erhalt und den Betrieb des Freibades zum Ziel gesetzt. Als unabhängiger Bürger der Stadt frage ich mich jedoch, warum die Stadträte der anderen Fraktionen (mit halbherziger Ausnahme der Linken) ihnen dieses populäre Thema überlassen haben? Warum bekennen sich die meisten Stadträte zum Freibad, haben es in dreieinhalb Jahren aber nicht auf die Reihe gebracht, auch nur einen praktikablen Vorschlag zum Weiterbetrieb einzubringen? Bisher wird nur das Ziel verfolgt, Liegewiese, Volleyballfeld und sanitäre Einrichtungen zu nutzen. Um die Wiederinbetriebnahme des Schwimmbeckens ging es nie. Am fehlenden Geld kann es nicht liegen, hat doch die Stadt 50 000 Euro pro Jahr für ihr geschlossenes Bad eingeplant, in etwa so viel, wie der Badverein Zuschuss von der Stadt wünscht. Ob die Strategie des Badvereins in der Stadtratssitzung glücklich war, eine völlig neue Herangehensweise vorzuschlagen, möchte ich infrage stellen. Ich würde mir wünschen, dass wir als Bürger nicht nur als Arbeitskräfte, Steuerzahler und Wähler einen Wert besitzen. Als Unterzeichner einer Unterschriftenliste von 2 500 Bürgern sind wir offensichtlich in den Augen vieler Stadträte nur unbequeme Nörgler.