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Bürger kämpfen für die Bahnhofstraße

Mit einem Fest feiern  Anlieger das Sanierungsende der Bahnhofsstraße in Bischofswerda. Nun hoffen sie, dass sich  an den verfallenden Häusern etwas tut.

Die Bahnhofstraße ist nach der Sanierung wieder für den Verkehr freigegeben. Am 8. September wird sie noch einmal gesperrt, dann um zu feiern. Geschäftsleute organisieren ein Straßenfest.
Die Bahnhofstraße ist nach der Sanierung wieder für den Verkehr freigegeben. Am 8. September wird sie noch einmal gesperrt, dann um zu feiern. Geschäftsleute organisieren ein Straßenfest. © Steffen Unger

Bischofswerda. Der 8. September in Bischofswerda wird toll! Herbstmarkt, offene Hinterhöfe, offenes Kino, zwei Straßenfeste. Auf der Bautzener Straße bereitet der Verein Bischofswerdaer Kleiderfundus das dritte Mittelalterfest vor, das bereits am 6. September beginnt. Erstmals ist auch auf der Bahnhofstraße zwischen Milchbar und Altmarkt ein Straßenfest geplant. Einzelhändler, die dort ein Geschäft betreiben, feiern den Abschluss der Sanierung dieser wichtigen Innenstadtstraße. Unterstützt werden sie durch den Regenbogen-Verein, der sich um die Kinder- und Jugendarbeit in Bischofswerda kümmert. Zum Programm gehören unter anderem ein Clown, Kinderschminken und eine Modenschau. „Rein optisch bietet sich auf der Bahnhofstraße schon immer ein Blick aus der Wesenitzniederung hinauf zum Altmarkt mit seinem Rathaus“, erklärt Stadt-Apotheker Rainer Klotsche, Hauptorganisator des Tages der offenen Hinterhöfe. „Unser Wunsch geht aber weiter. Nach jahrzehntelangem Verfall von Straße und Bebauung hoffen wir auf einen Wendepunkt. Die Bauleute haben einen sehr guten Job gemacht. Straße und Fußwege sind – wie zuvor bereits auf der Herrmannstraße – in einen fantastischen Zustand versetzt.“ Leider geben noch immer Ladeninhaber in Bischofswerdas Innenstadt auf. Mit dem Fest wolle man ein Zeichen setzen und mit den Besuchern ins Gespräch kommen, wobei auch Probleme nicht ausgespart werden sollen. Geschäftsinhaber bereiten dafür eine lange Tafel auf der Bahnhofstraße vor, an der jeder Platz nehmen darf und wo es natürlich etwas zu essen und zu trinken gibt. „Was die vom Verfall bedrohten Gebäude angeht, geschieht gerade Erstaunliches in unserer Innenstadt – auch auf der Bahnhofstraße“, sagt Rainer Klotsche. Auch darüber werden sich die Gäste an der Tafel informieren können. So gibt es beispielsweise für das Haus der vor rund 20 Jahren geschlossenen „Schmuck-Vitrine“ einen neuen Eigentümer. Er arbeitet an einem Sanierungskonzept für das Gebäude.

Offene Hinterhöfe

Rund 30 Hinterhöfe und Gebäude, von denen die meisten sonst der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind, können am 8. September, der deutschlandweit zugleich Tag des offenen Denkmals ist, in Bischofswerda besichtigt werden. Dazu gehört das geschlossene Kino, das ein Verein wiederbeleben möchte. Vertreter der gemeinnützigen Gesellschaft Christliches Hospiz Ostsachen werden an der Baustelle des Bischofswerdaer Hospizes einen Stand aufbauen und über den Neubau und die Sanierung der historischen Fronfeste informieren. (SZ/ir)

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