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Bürger wehren sich gegen Grauwacke

Die Montagsdemos gehen in eine kleine Winterpause. Aber der Protest wird nicht geringer.

Und wieder waren es weit über 100 Menschen bei der letzten Demo in diesem Jahr, vom Gebelziger Schlosshof bis zur Autobahn in Weißenberg und wieder zurück. Diese Strecke laufen die Protestler seit August 2012 regelmäßig. Sie wollen den geplanten Abbau von Grauwacke durch die Hartsteinwerke Ostsachsen aus dem baden-württembergischen Osterburken verhindern.

Hin und wieder gesellen sich Landtagsabgeordnete aus der Region an ihre Seite. So hoffen die Einwohner, dass ihre Sorgen auch nach Dresden getragen werden. Im Oberbergamt in Freiberg sind die Befürchtungen zu dem geplanten Grauwackeabbau schon lange bekannt. Immerhin liegt der Plan der Hartsteinwerke Ostsachsen dem Oberbergamt seit Ende 2007 vor. Rund 50 Millionen Tonnen Grauwacke, so heißt es, lagern bei Gebelzig.

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Das Gestein wird unter anderem verwendet, um Kopfsteinpflaster herzustellen. Würde der Plan genehmigt werden, steht den Gebelzigern etwa 80 Jahre lang ein Tagebau bevor. Etwa 160 Laster würden täglich zum Steinbruch und wieder zurück fahren, vom frühen Morgen bis zum späten Abend. Auch Sprengungen soll es regelmäßig geben.

Das alles sind Sachen, die den Bürgern vor Ort Auftrieb für ihre Protestaktionen geben. Deshalb wollen die Einwohner und ihre Unterstützer auch weiter demonstrieren. Nach einer kurzen Winterpause sollen die Montagsdemonstrationen im kommenden Jahr am 7. April weitergehen.

Doch, wann es eine Entscheidung über die Pläne der Tagebaubetreiber geben wird, das wissen die Menschen vor Ort nicht. Diese Ungewissheit zermürbt die Einwohner zunehmend. (bd)