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Bürger wollen Abschiebung verhindern

Familie Elezoski muss Deutschland verlassen. Dagegen formiert sich nun Protest.

Von Britta Veltzke

Ali Moradi, Mitglied der sächsischen Härtefallkommission, möchte sich mit der Geschichte der Familie Elezoski beschäftigen und anschließend entscheiden, ob er den Fall vor das Gremium bringt. Das teilte er auf SZ-Anfrage mit. Die Kommission könnte erwirken, dass die fünfköpfige Roma-Familie aus Serbien in Deutschland bleiben kann. Ihr Antrag auf Asyl wurde abgelehnt. Die Familie könnte nun jeden Moment abgeschoben werden.

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Inzwischen engagieren sich auch viele Riesaer für die Familie, die seit einem Jahr im Heim an der Nickritzer Straße lebt. Ein Brief samt Unterschriftenliste ging an den neuen Ausländerbeauftragten Geert Mackenroth (CDU). Auch Monja Pauli von der Lebenstraum-Gemeinschaft setzt sich für die Elezoskis ein: „Ich habe öfter bei Besuchen im Asylheim die freundliche Art von Ajnur Elezoski schätzen gelernt. Er ist stets hilfsbereit und entgegenkommend. Ich möchte nicht, dass seine Kinder in unwürdigen Verhältnissen aufwachsen.“ In den Balkanstaaten leben die meisten Roma am Rande der Gesellschaft. Staatliche Willkür und Armut lassen es kaum zu, ein geregeltes Leben zu führen.

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