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Bürgerarbeit nicht missbrauchen

über das neueModell derBürgerarbeit

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Von [email protected]

Das Modell der Bürgerarbeit ist nicht neu. Es könnte im Landkreis Bautzen dazu führen, dass 400 Menschen wieder in Lohn und Brot zurückfinden. Das klingt nicht viel. Wäre aber durchaus ein Erfolg. Und ein Einkommen von 950 Euro netto im Monat ist allemal mehr als die Ein-Euro-Jobber bisher für ihre Arbeiten bekamen. Das dürfte zusätzlich motivieren.

Der Gesetzgeber hat gelernt. Aus der Bürgerarbeit sollen keine neuen Arbeitslosengeldansprüche erwachsen. Es geht nicht darum, Betroffene von Maßnahme zu Maßnahme zu schicken, sondern ihnen eine echte Alternative anzubieten. Das macht Sinn.

Bleibt zu hoffen, dass sich auch all jene an die Regeln halten, die die Beschäftigungsangebote machen. Denn nur dann wird auch das wichtige Versprechen eingelöst, dass Bürgerarbeit nicht in der Konkurrenz zur regulären Beschäftigung steht. Sie soll ein zusätzliches Angebot sein und keine Arbeitsplätze vernichten. Ihr Missbrauch würde die an sich gute Idee kaputt machen. Beispiele dafür gibt es genug in der Vergangenheit. Gerade Garten- und Landschaftsbaubetriebe könnten davon sicher viele Geschichten erzählen.

Es bleibt aber die Hoffnung, dass das Projekt gelingt und deshalb ist es gut, dass sich der Landkreis Bautzen an dem Versuch beteiligt, mehr Menschen in Arbeit zu bringen. Man wünscht den Machern gutes Gelingen.