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Bürgerbegehren gegen neuen Rathausturm

Nach dem Stopp am neuen Dresdner Verwaltungszentrum will nun auch die Gesellschaft Historischer Neumarkt die Stadtsilhouette schützen. 

So wird das geplante Verwaltungszentrum wohl nicht gebaut werden.
So wird das geplante Verwaltungszentrum wohl nicht gebaut werden. © Visualisierung: Barcode Architects

Jetzt kommt erneut Bewegung in die Diskussion über das geplante Verwaltungszentrum am Ferdinandplatz. Die Stadt musste ihre Pläne dafür auf Eis legen, weil sich das Landesamt für Denkmalpflege gegen den 43 Meter hohen Turm ausgesprochen hat, den das neue Rathaus bekommen soll. Es sieht die Maximalhöhe bei rund 39 Meter, so hoch wie die Firsthöhe des Rathauses am Külzring ist.

Diese Einschätzung teilt auch die Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden. Sie kündigt ein Bürgerbegehren an, sollte die Stadt an der Turmhöhe von 43 Metern festhalten. „Zum Schutz der Dresdner Stadtsilhouette“ heißt es im Newsletter der Neumarkt-Wächter. Derweil versuchen Vertreter der Stadt und des Landesamtes, in Gesprächen einen Kompromiss zum Turm zu finden. Man lege sehr großen Wert auf gute Zusammenarbeit, sagte kürzlich eine Sprecherin der Stadt.

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Ursprünglich wollte diese sogar einen 60 Meter hohen Turm am Ferdinandplatz bauen. Tilo Wirtz (Linke) stellte damals im Bauausschuss in Visualisierungen dar, dass damit Teile der Silhouette verdeckt würden. So kam der Kompromiss von 43 Metern zustande, den das Landesamt auch noch zu hoch findet. Die Stadt befürchtet, in einem kleineren Turm weniger Arbeitsplätze unterbringen zu können. 

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