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Bürgerinitiative Deponie gibt auf

Thomas Neubert wollte mit der Bürgerinitiative Deponie Althirschstein (BIDA) wirklich etwas verändern in der Gemeinde. Er wollte Hirschstein voranbringen. Noch bis vor Kurzem hat er sich Gedanken darüber gemacht, wie die Kommunalwahl im Mai frischen Wind in den Rat bringen könnte.

Thomas Neubert wollte mit der Bürgerinitiative Deponie Althirschstein (BIDA) wirklich etwas verändern in der Gemeinde. Er wollte Hirschstein voranbringen. Noch bis vor Kurzem hat er sich Gedanken darüber gemacht, wie die Kommunalwahl im Mai frischen Wind in den Rat bringen könnte.

Da stand für ihn jedoch schon fest, dass er selbst nicht mehr für den Gemeinderat kandidieren will. „Ich bin es gewohnt, so zu arbeiten, dass man offen kommuniziert, bestimmte Dinge hinterfragen kann. Ich bin es nicht gewohnt, dass man jeden Beschluss still abnicken muss, ohne Widerspruch. Dagegen habe ich versucht vorzugehen“, sagt er noch immer kämpferisch. Doch seine weiteren Worte verraten große Resignation. „Die Bürgermeisterin hindert mich an meiner Arbeit als Gemeinderat, etwa wenn es nicht möglich ist, dass Materialien per Mail weitergeleitet werden. Und ja, ich bin auch im Gemeinderat gescheitert, an Menschen, die es sich lieber nicht mit der Bürgermeisterin verscherzen wollen“, sagt Neubert offen.

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Er habe dennoch lange überlegt, ob er andere Kandidaten für die BIDA ins Rennen schickt. „Ich hatte schon eine Liste von Leuten, die ich ansprechen wollte“, sagt er. „Aber die sind auch alle viel beschäftigt. Und was soll ich denen sagen? Engagiert euch, ihr könnt viel erreichen? Wir haben nichts erreicht in den fünf Jahren“, sagt Neubert. So habe er anderen aus der Bürgerinitiative die Chance gegeben, die Liste weiterzuführen, allerdings meldeten sich nur einige wenige – und das auch noch zu spät. Ähnlich resigniert scheint Thomas Fischer, der vor fünf Jahren ebenfalls für die BIDA in den Gemeinderat gewählt wurde. Auch er tritt bei dieser Kommunalwahl nicht mehr an. „Das Elend hat zum Glück bald ein Ende“, sagte er neulich in einer Gemeinderatssitzung, als ihm die Unterlagen für den Flächennutzungsplan wieder nicht rechtzeitig zugestellt worden waren. „Ich denke, wenn ich die Energie, die ich in den letzten Jahren im Gemeinderat verschwendet habe, künftig in andere Projekte stecke, kann ich mehr für meine Gemeinde erreichen“, sagt Thomas Neubert. (nc)