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Bürgermeister als Zugpferde

Mehrere Rathauschefs wollen in den Kreistag. In Freital versucht es auch der Vize – mit einem Ticket der freien Wähler.

Von Matthias Weigel

Die freien Wähler treten zur Kommunalwahl mit einer 44-köpfigen Mannschaft für den Kreistag an. „Wir sind lange mit einer starken Fraktion vertreten. Aber es sollen mehr als die bisherigen zehn Mitglieder werden“, erklärt Sprecher Chris Meyer aus Freital. Weil das Engagement der freien Wählervereinigungen in den Kommunen größer geworden ist, rechne man sich auch auf Kreisebene mehr Chancen aus. Die Palette der Kandidaten reicht vom Bürgermeister – mit Pirna, Bad Schandau, Königstein, Bannewitz und Altenberg gleich fünf aus der Region –, über Sportler, Angestellte, Handwerker und Selbstständige.

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Inhaltliche Schwerpunkte setzen die freien Wähler vor allem auf ein gutes Nahverkehrsangebot, einer modernen medizinischen Versorgung, wohnortnahe Kinderbetreuung und Schulen, Abschaffung der Schülerbeförderungskosten, Breitbandausbau, Stärkung der ländlichen Region, eine bessere Finanzverteilung zwischen Kreis und Kommunen sowie Klimaschutz. „Wir wollen eine starke Fraktion, frei von parteipolitischen Zwängen, orientiert an sach- und regionalbezogenen Entscheidungen bilden“, so Meyer. Für Freital kandidiert überraschend auch der erste Bürgermeister, Mirko Kretschmer Schöppan. „Ich möchte mich gern im Landkreis aktiv einbringen und dabei den Einfluss Freitals stärken“, sagt er. Er habe den Einblick auf Themen im Freitaler Rathaus, die auch auf Kreisebene eine Rolle spielten und die er dort mit gestalten sowie Impulse setzen könne. Auch die – vor allem fachliche – Vernetzung mit anderen Städten im Kreis sei wichtig – um Themen und Positionen im Kreis zu platzieren und sich auszutauschen. Dass es bei den unterschiedlichen Parteibüchern – Freitals OB Klaus Mättig gehört der CDU an – zu Konfrontationen kommt, glaubt er nicht. Es gehe ja darum, einen Mehrwert für Freital zu erzielen und um eine sachorientierte Arbeit zum Wohle der Stadt auf allen Ebenen.