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Bürgermeister von Guben will zurück ins Amt

Guben. Der unter Korruptionsverdacht stehende Gubener Bürgermeister Klaus-Dieter Hübner (FDP) will am 19. Januar ins Amt zurückkehren. Nach dem Anfang der Woche gefassten Beschluss des Verwaltungsgerichts...

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Guben. Der unter Korruptionsverdacht stehende Gubener Bürgermeister Klaus-Dieter Hübner (FDP) will am 19. Januar ins Amt zurückkehren. Nach dem Anfang der Woche gefassten Beschluss des Verwaltungsgerichts Cottbus über Formfehler bei der zeitweisen Beurlaubung durch das Stadtparlament habe Hübner bereits die Schlüssel für sein Dienstzimmer abgeholt, sagte gestern eine Rathaussprecherin.

Bei der turnusmäßigen Tagung der Stadtverordneten am 18. Januar soll möglicherweise entschieden werden, ob gegen den Gerichtsbeschluss Widerspruch eingelegt wird. Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Dieter Fuhrmann (CDU), hat inzwischen den Wortlaut des Gerichtsbeschlusses an die Fraktionsvorsitzenden verschickt, damit alle Abgeordneten ihre Position dazu darlegen und Beschlussanträge stellen können.

Das Verwaltungsgericht Cottbus hatte mitgeteilt, dass bis zum 25. Januar Widerspruch beim Oberverwaltungsgericht möglich sei. Die Behörde hatte die Beurlaubung wegen formeller Fehler aufgehoben, weil Fuhrmann und nicht der stellvertretende Bürgermeister Fred Mahro den Beschluss der Stadtverordneten zu Papier gebracht und unterschrieben hat.

Das Gubener Stadtparlament hatte dem 60-jährigen Hübner am 9.November 2011 die Dienstgeschäfte für drei Monate untersagt. Gegen ihn ermittelt die Staatsanwaltschaft Neuruppin wegen des Verdachts der Bestechlichkeit. Hübner hatte die Vorwürfe zurückgewiesen. Seine Rechtsanwälte wollen jetzt nachweisen, dass Bürgermeister Hübner in Guben ein besonderes Vergabemanagement eingeführt hat, um Korruption bei der Vergabe von städtischen Aufträgen zu verhindern. (kay)