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Büroturm erhitzte die Gemüter

Die Kaufhallenbäckerei in Dippoldiswalde kam nur bis zum Rohbau. Dann folgten hochfliegende Pläne.

Von Franz Herz
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Ab März ist hier eine Baustelle in Bewegung zu sehen.
Ab März ist hier eine Baustelle in Bewegung zu sehen. © Foto: Karl-Ludwig Oberthür

Obwohl dort nie ein Brötchen gebacken wurde, ist die Kaufhallenbäckerei den Dippsern bekannt. Ihre Geschichte war sehr wechselvoll. Noch zu DDR-Zeiten als zentrale Bäckerei für die HO-Kaufhallen der Umgebung geplant, fiel das Gebäude mit der Wende in einen Dornröschenschlaf. Es gab keinen Bedarf mehr für die Bäckerei. Sie blieb im Rohbau stehen. Zwei Investoren aus Frankfurt/Main hatten die Fläche von der Stadt gekauft und das Gebäude vom Baubetrieb. Sie hatten vor, ein Geschäfts- und Bürozentrum zu errichten. Der Stadtrat diskutierte die Pläne in den 1990er-Jahren heftig. Vor allem ein Turm, der zeitweise geplant war, erhitzte die Gemüter. Zuletzt haben die Investoren 1998 ein Projekt mit dem Namen Turmterrassen vorgestellt.

Aber die Entwicklung von Dippoldiswalde lief nicht so, dass es große Nachfrage nach neuen Büro- und Ladenflächen gegeben hätte. Die Pläne für die Turmterrassen blieben in der Schublade. Währenddessen verfiel die Bäckereiruine weiter. Ringsum wucherten Büsche und Bäume. Die neuen Eigentümer haben diese inzwischen gefällt. Ab März wird hier eine Baustelle zu sehen sein.

Sie wollen noch besser informiert sein? Schauen Sie doch mal auf www.sächsische.de/dippoldiswalde vorbei.

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