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Hoyerswerda

Bundesstraßen-Erbe wird noch saniert

Die Stadt übernimmt Teile der B 96 und bekommt dafür 1,3 Millionen Euro Einstand.

© Foto: Uwe Schulz

Hoyerswerda. Dass Hoyerswerda von zwei Bundesstraßen durchquert wird, hat den Nachteil der Verkehrsbelastung, aber den Vorteil, dass sich die Stadt um diese Straßen nicht kümmern muss: Weder bei Ausbau oder Reparatur noch bei der Unterhaltung, wie zum Beispiel Winterdienst. 

Mit der Fertigstellung der Ostumfahrung wurde die B 96 auf diese Trasse gelegt, vom Abzweig Spohla durch Zeißig hindurch bis hin zur Görlitzer Brücke hingegen eingezogen. Die Straße ist physisch noch vorhanden, ist jetzt aber vom Abzweig Brischko bis zum Ortseingang formell eine Gemeindeverbindungsstraße, in Zeißig eine Ortsstraße und auf dem Abschnitt von der Straße zum Industriegelände bis zur Görlitzer Brücke nun Teil der Staatsstraße 108. Innerhalb der Stadtgrenzen ist dafür nun die Stadt Hoyerswerda zuständig. Und immer wenn es so ein „Geschenk“ gibt, zahlt der alte Straßenbaulastträger dem neuen den Einstand, genauer gesagt eine zuvor im gegenseitigen Einvernehmen festgelegte Instandsetzung bzw. Reparatur. Fast 1,3 Mio. Euro wird das Land Sachsen der Stadt für diese zusätzlichen Straßen-Sanierungen zahlen. Der Stadtrat hat den nötigen Planungen und Bauarbeiten bereits einstimmig grünes Licht erteilt. Nach Vorstellungen des Rathauses sollen die Bauarbeiten in den Jahren 2020 und 2021 erfolgen. In der Sitzung des Technischen Ausschusses wurden nun die Planungsleistungen vergeben.

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Wenn man sich die Liste der geplanten Maßnahmen anschaut, bekommt Hoyerswerda auf diese Weise Fahrbahnen, die gut und gern weit über zehn Jahre halten werden. Da die Verkehrsbelastung in Zeißig, vor allem die des Schwerverkehrs, dramatisch gesunken ist, wird das alles vielleicht sogar die nächsten 20 Jahre halten. In einigen Bereichen wird eine neue dünne Asphaltdeckschicht eingebaut, anderswo komplett erneuert. Gerade in der Ortslage Zeißig wird man zuvor teilweise sogar die Tragschicht erneuern. Ziemlich umfangreich sind auch die Arbeiten zwischen dem jetzt komplett neu gebauten Abschnitt der Straße zum Industriegelände bis zur Külzstraße, die beiden Kreuzungen zur Bautzener Allee und zur Külzstraße inbegriffen. Es werden die Mittelnaht und Risse saniert, die Bankette reguliert, geschält und wiederhergestellt. Und selbstverständlich gibt es im Anschluss auch eine neue Fahrbahnmarkierung. Der Bereich Külzstraße bis zur Görlitzer Brücke ist ausgespart, da die entsprechenden Arbeiten hier erst vor drei Jahren im Zusammenhang mit der Erneuerung der Görlitzer Brücke vorgenommen wurden. Die Fahrbahn bleibt übrigens in jedem Fall im jetzigen Ausmaß erhalten. Antje Naumann von der Fraktion Aktives Hoyerswerda/Grüne hatte in der Ausschusssitzung angeregt, die Straßen gleich von Bundesstraßenausmaßen auf kleineres Kaliber zurechtzustutzen, immerhin spare das doch auch Folgekosten. Im konkreten Fall ist da aber nichts zu machen, ließ die Verwaltung wissen, da man die Straßen übernehme, wie sie stehen und liegen. Bei künftigen Straßenbauvorhaben werde die Überlegung aber eine Rolle spielen.

Auch die Radfahrer können sich freuen. Sowohl der Radweg in Zeißig von der Gemarkungsgrenze bis zur Friedensstraße als auch die Radwege links und recht zwischen Bautzener Allee und Straße zum Industriegelände werden gründlich repariert und letztlich mit einer Asphaltschicht überzogen.