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Ein besonderes Kreuz für den Pfarrer

Andreas Taesler aus Berthelsdorf wird Freitag mit einer hohen Auszeichnung des Bundespräsidenten geehrt. Es ist der dritte Termin für die Verleihungszeremonie.

Pfarrhaus Berthelsdorf.
Verabschiedung von Pfarrer Andreas Taesler.
Pfarrhaus Berthelsdorf. Verabschiedung von Pfarrer Andreas Taesler. © www.foto-sampedro.de

Andreas Taesler aus Berthelsdorf wird an diesem Freitag das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Wie aus einer Liste des Bundespräsidialamtes hervorgeht und der Pfarrer in Ruhe auf Nachfrage bestätigt, ist die Verleihung am Nachmittag in einer kleinen Zeremonie in der Staatskanzlei in Dresden vorgesehen. Bereits Ende März hatte Taesler unerwartet einen Brief erhalten, in dem ihm mitgeteilt wurde, dass Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dem Vorschlag von Ministerpräsident Michael Kretschmer gefolgt sei und ihn auf diese Weise auszeichnen werde. Dort werde auch kundgegeben, wofür genau er geehrt wird.

"Das war eine große Überraschung für mich", gesteht Taesler. Seither musste er sich in Geduld üben, denn wegen Corona hat sich der Termin für die Verleihung inzwischen dreimal verschoben. Am Freitag nun wird er erfahren, warum genau er ausgezeichnet wird - das stehe nämlich nicht in dem Schreiben, bestätigt Andreas Taesler. Allerdings liegt die Vermutung nahe, dass Taesler für sein unermüdliches und jahrzehntelanges Kämpfen für den Erhalt und Wiederaufbau des Zinzendorfschlosses geehrt werden soll. "Ich nehme an, dass mein Engagement für das Schloss ausschlaggebend war", vermutet auch Taesler. Immerhin hatte er in diesem Zusammenhang mehrfach mit dem jetzigen Ministerpräsidenten zu tun - damals war Kretschmer noch Bundestagsabgeordneter. Mehrfach hatte Kretschmer das Schloss besucht und sich - wie auch sein SPD-Kollege Thomas Jurk - für eine weiterreichende Förderung des Denkmals eingesetzt.

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Andreas Taesler freut sich über die Auszeichnung sehr, macht aber zugleich auch deutlich, dass all seine ehrenamtlichen Bemühungen nicht so erfolgreich gewesen wären, wenn es nicht so viele gegeben hätte, die mitgeholfen haben - sei es auf privater oder öffentlicher Ebene. Allerdings - so schätzen es auch viele Wegbegleiter ein - wäre die Sanierung ohne den glühenden Einsatz Pfarrer Taeslers und seiner Frau nie so gediehen, wie sie ist.

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Im Schloss - wo übrigens auch Werke des ebenfalls bereits mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichneten Künstlers Jürgen Böttcher, genannt Strawalde, ausgestellt sind - wird es am 11. Juli ein Fest der Demokratie geben. Im Zusammenhang mit dem Schlösserland Sachsen ist das Zinzendorfschloss als Ort der Demokratie auserkoren. Gefeiert wird 30 Jahre Wiedervereinigung ab 15 Uhr im Kulturspeicher des Zinzendorfschlosses. Um 17 Uhr ist ein Konzert mit den Dresdner Zwinger Singers geplant.

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