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Bunte Kissen stören beim Abschied

Die Aufbahrungshalle bedarf einer grundhaften Sanierung. Doch auch jetzt könnte der Raum würdevoll gestaltet werden.

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Von Sylvia Mende

Dass die Aufbahrungshalle auf dem Harthaer Friedhof keine schöne ist, steht fest. Trotzdem könnte sie nach Ansicht von vielen Leuten, die in diesem Raum Abschied von Freunden, Bekannten oder Familienmitgliedern nehmen, für den Abschied würdiger gestaltet werden. Unmöglich finden es einige Leute, dass auf den Stühle, die denen aus der Schule gleichen, auch noch verschiedenfarbige Kissen liegen, teilweise sogar mit Blumenmuster. „Es muss doch wenigstens möglich sein, einheitlich Kissen in einer für eine Trauerfeier angebrachten Farbe, auf die Stühle zu legen“, so ein Leser. Die Friedhofsverwaltung, die dafür zuständig ist, war gestern Nachmittag für den Döbelner Anzeiger nicht zu erreichen.

„Die Aufbahrungshalle gehört zur Kirchgemeinde und wird von der Friedhofsverwaltung b bewirtschaftet“, so Bauamtsleiter Ronald Fischer. Da aber die Stadt ein öffentliches Interesse, ja sogar die Pflicht habe einen solchen Raum vorzuhalten, will sie gemeinsam mit der Kirchgemeinde die Aufbahrungshalle sanieren. Das ist für die nächsten zwei Jahre geplant. Es gibt bisher weder eine Planung noch eine Aufstellung über die Kosten, die bei der Sanierung der Aufbahrungshalle anfallen würden“, sagte Ronald Fischer. Er kenne den Zustand der Halle und wisse, dass unbedingt etwas passieren müsse. Finanziert werden soll die Sanierung aus den sogenannten Ausgleichbeiträgen, die Grundstückseigentümer, die im Sanierungsgebiet wohnen bis 2014 bezahlen.