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Sebnitz

Burg Hohnstein geht in Kurzarbeit

Die Betreiber trifft es offenbar ein zweites Mal hart. Nach dem schlechten Jahr 2019 könnte ein weiteres Folgen. Die ersten Beschäftigten sind in Kurzarbeit.

Für einen Teil der Beschäftigten auf Burg Hohnstein wurde Kurzarbeit beantragt.
Für einen Teil der Beschäftigten auf Burg Hohnstein wurde Kurzarbeit beantragt. © Daniel Schäfer

Die Burg Hohnstein ist als Herbergsbetrieb bis auf Weiteres geöffnet. Hier gelten die aktuellen Verfügungen des Landratsamtes, wonach für diese Einrichtungen Sonderregelungen getroffen werden. Welche Auswirkungen das für Hochzeitsfeiern auf der Burg haben könnte, ist zur Stunde noch offen. Zumindest die Freiluft-Anlage kann aber weiter begangen werden.

Bereits am Montag bekam die Burg die Auswirkungen des Coronavirus zu spüren. Die meisten Schulen haben ihre Klassenfahrten zumindest bis nach Ostern abgesagt, andere bereits für das gesamte Jahr. Und davon ist nun auch der Herbergsbetrieb auf Burg Hohnstein betroffen. Immerhin ist dieser vor allem auf Schulklassen und Jugendgruppen spezialisiert. "Die Burg hat aktuell mehrere Stornierungen von Klassenfahrten. Daraufhin haben wir für einen Teil der Beschäftigten Kurzarbeit beantragt", sagt Bürgermeister Daniel Brade (SPD). 

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Damit dürfte die Burg Hohnstein mit als eines der ersten Unternehmen im Landkreis sein, die diese Regelung nutzen müssen, um den Betrieb zu überbrücken. Für Stadt und Burg Hohnstein ist das besonders schlimm. Denn bereits im vergangenen Jahr machte der Norovirus dem Geschäftsbetrieb einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Nun wird in Hohnstein befürchtet, es könnte sich ein weiteres schlechtes Jahr anfügen. Noch will man die Hoffnung nicht aufgeben, sondern auch weiter kämpfen. Aber die aktuelle Situation gibt bereits großen Anlass zur Sorge. Immerhin kommen die Haupteinnahmen der Burg aus dem laufenden Geschäftsbetrieb. 

Und die Burg hatte anders als in den beiden Vorjahren 2019 ein dickes Minus in den Büchern stehen. Noch Ende Dezember 2019 ging man von 87.000 Euro aus. Doch inzwischen liegt die Endabrechnung vor. Und die sieht eben noch dramatischer aus. Es sind 99.000 Euro. Um den Weiterbetrieb nicht zu gefährden, musste die Summe ausgeglichen werden. Das geschieht in Form einer Kapitalrücklage. Die weitaus geringeren Verluste von 2017 und 2018 mit eingerechnet, bleiben 118.560 Euro Nasse. Wenn die Betreibergesellschaft das ausgeglichen hätte, bliebe kein Stammkapital mehr. Die Folge wäre, die Betreibergesellschaft als hundertprozentige Tochter der Stadt müsste in die Insolvenz gehen. Das wurde per Stadtratsbeschluss verhindert.

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