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Burkau erhöht Eintrittspreise fürs Freibad

Bischofswerda, Schmölln und Steinigtwolmsdorf retten ihre alten Tarife in die neue Saison. Die beginnt für die ersten Mitte Mai.

Von Gabriele Naß und Carolin Menz

Die neue Freibadsaison in Burkau startet voraussichtlich am 17. Mai – und dann erstmals seit Jahren mit erhöhten Eintrittspreisen. Diese hat der Gemeinderat am Montagabend einstimmig beschlossen. Nicht betroffen sind die Kindertickets.

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Die Erhöhung fällt moderat aus. Erwachsene zahlen für die Tageskarte zum Freibadspaß künftig drei statt 2,50 Euro. Für Schwerbehinderte kostet der Eintritt neu 1,50, auch fünfzig Cent mehr als bisher. Für die Zehnerkarte für Erwachsene (ab 16) verlangt Burkau 27 Euro, statt bisher 22 Euro. Die 20er-Karte wird um zehn Euro teurer, kostet neu 45 Euro.

Das Freibad Burkau ist ein teures Zuschussgeschäft für die Kommune. „Wir zahlen auf jedes verkaufte Ticket drei Euro drauf“, sagt Bürgermeister Sebastian Hein (CDU). Allein im Vorjahr blieb seine Gemeinde auf 84 000 Euro aus dem Badbetrieb sitzen. Obwohl es nach der anfänglichen Schlechtwetterlage mit 29 000 Besuchern noch ein sehr gutes Badejahr wurde. Der Bürgermeister: „Natürlich will niemand eine Erhöhung der Preise. Doch um das Bad zu erhalten und unseren Haushalt zu stärken, war sie unumgänglich.“ Die Mehreinnahmen sollen den Fehlbetrag minimieren. Kostendeckend kann das Burkauer Bad auch mit den neuen Tarifen nicht betrieben werden. „Den Preis dafür würde niemand zahlen“, sagt Gemeinderat Stefan Strewe (SPD). – Über die neuen Preise hatten sich Burkaus Abgeordnete auf einer Klausurtagung im Januar verständigt. Der Badbetrieb an sich stand nie zur Debatte, obwohl er keine Pflichtaufgabe der Kommune ist, aber den Haushalt belastet. Ungeklärt blieb der Wunsch von Abgeordneten, die Gäste aus der eigenen Gemeinde an der Badkasse zu bevorteilen. Abrechnungstechnisch sei das aber nicht möglich, meint der Bürgermeister. Neu im Burkauer Bad: ein kostenfreier Wlan-Hotspot fürs Surfen im Internet während des Besuches.

Bischofswerda hat sich trotz angespannter Kassenlage wie nie und freiwilliger Haushaltskonsolidierung für eine Weiterführung des Badbetriebes mit den alten Preisen entschieden. Das neben Tierpark und Bibliothek größte Aushängeschild der Stadt zu erhalten – ein Kompromiss. Stefan Härtel, der zuständige Sachgebietsleiter im Rathaus, kündigte gestern auf Nachfrage an, die Stadt werde das Bad so schnell als möglich noch mehr für Veranstaltungen nutzen als bisher. „Um von dem imensen Kostenblock herunterzukommen.“ Ob das über mehr und neue Veranstalter abgewickelt werden soll und mit welchen neuen Veranstaltungen schon in dieser Saison zu rechnen ist, ließ Härtel noch offen. An Konzepten, sagte er, wird gearbeitet. Anscheinend unter Hochdruck. Bisher hatte vor allem der East-Club in den Sommern Bischofswerdas schöne Freibad-Anlage bespielt, und vom Ambiente geschwärmt.

Wann in Bischofswerda die Freibad-Saison eröffnet wird, steht noch nicht fest. Möglicherweise auch erst zum Kindertag am 1. Juni, hieß es gestern. Erwachsene zahlen dann für die Tageskarte drei Euro, Kinder 1,50 Euro. Die Jahreskarte kostet 75 Euro, ermäßigt 37,50 Euro.

Schmölln eröffnet die Saison voraussichtlich am 18. Mai – mit einem Förderverein im Rücken, der durch seine ehrenamtliche Arbeit wesentlich zum Baderhalt beiträgt. Tageskarten für Erwachsene und Kinder kosten hier auch drei bzw. 1,50 Euro.

Steinigtwolmsdorf macht die Bad-Saisoneröffnung abhängig vom Wetter. Traditionell erfolgt sie aber im Mai. Die Eintrittspreise sind die alten. Die Tageskarte für Erwachsene kostet hier 3,50 Euro. Damit ist sie die teuerste in der Region. Kinder zahlen hier 1,50 Euro. Auf ein Wort