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Bus und Bahn im Teufelskreis

über die neuen Preise bei Bus und Bahn

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Nicole Preuß

Die Preise für Bus- und Bahntickets steigen wieder, nach dem VVO nun beim beim Zvon. Das mag man angesichts des Preisdrucks verstehen. Auch Diesel und Löhne wollen bezahlt sein. Doch eins ist klar: Die Preiserhöhungen machen das Fahren mit Bus und Bahn auf keinen Fall attraktiver.

Und so wird wieder der Teufelskreis sichtbar, in dem die Sache schon eine ganze Weile steckt. Mangelnde Attraktivität heißt weniger Kunden, heißt weniger Geld, heißt wieder Preiserhöhungen. Dass durch die demografische Entwicklung immer weniger Menschen in unserer Region leben, macht die Sache nicht besser. Nun muss gegengesteuert oder noch besser aus dem Teufelskreis ausgebrochen werden. Und dafür braucht man eben gute Ideen und vor allem Geld. Doch das gibt es kaum. So hat die Landesregierung erst 2010 die Mittel für den öffentlichen Nahverkehr im Freistaat gründlich gekürzt. Und dieses Geld fehlt nun auch.

Dabei brauchen gerade die Bus- und Bahnunternehmen öffentliche Unterstützung. Sie erfüllen schließlich wichtige Aufgaben, indem sie gerade Kinder, Geringverdiener und ältere Menschen von einem Ort zum anderen bringen. Doch wenn schon Leute mit einem ebenfalls Benzin-fressenden Auto rechnen, ob sich eine Busfahrt finanziell überhaupt noch lohnt, läuft irgendwas verkehrt.