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Buslinien neu geordnet

Nicht nur bei der Bahn, auch bei Regiobus gilt ab 14. Dezember ein neuer Fahrplan

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Von Carla Mattern

Der neue Busbahnhof am „Lausitzer Platz“ in Hoyerswerda wird am 14. Dezember seine Feuertaufe bestehen müssen. Dann fahren die Busse zum ersten Mal nach dem neuen, auf die umgestaltete zentrale Übergangsstelle abgestimmten Plan. Stadtlinien-Busse und die im regionalen Verkehr eingesetzten Fahrzeuge sind dann aufeinander abgestimmt. Das sagte gestern Roland Albrecht, Geschäftsführer der Regionalbus Oberlausitz GmbH während eines Pressegesprächs anlässlich des Fahrplanwechsels in Bautzen. Die Ziele in der Stadt seien dann auf kurzen Wegen erreichbar, egal aus welcher Richtung der Busreisende in Hoyerswerda ankommt. Im nächsten Jahr soll auch die Übergangsstelle zwischen Bus und Bahn am Hoyerswerdaer Bahnhof gebaut werden. Die Planungen für die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes seien im Gange, so Albrecht.

Neu geordnet wurde das Netz der Buslinien im Bereich Kamenz, Bernsdorf, Lauta, Hoyerswerda. Ursache dafür seien veränderte Wünsche der Kunden und dabei ganz besonders die von Schülern. Von den 12,5 Millionen Fahrgästen jährlich bei Regiobus, die ihre Flotte in den Landkreisen Bautzen, Kamenz und in Hoyerswerda im Einsatz haben, sind etwa 70 Prozent Schüler.

Zwischen Lauta-Hoyerswerda (Linie 166), Kamenz-Lauta (150), Kamenz-Wiednitz (151) sollten Busfahrer die neuen Fahrpläne und Aushänge genau studieren. Die sehr lange Linie 166 beispielsweise endet jetzt in Lauta. Sie ist zurzeit recht kompliziert aufgebaut, da nur wenige Fahrten durchgängig angeboten werden, erklärte Eberhard Petzold vom Kamenzer Landratsamt die Änderung. Auf der Strecke 150 werde der Bahnhof Lauta aufgewertet, an dem künftig Anschlüsse an die Bahn Richtung Berlin gewährleistet sind, so Petzold. Die Linie 184 führt ab Mitte Dezember von Kamenz über Weißig, Straßgräbchen nach Zeißholz. Ursache hier die geschlossene Straßgräbchener Grundschule. Schlechte Nachrichten für die Kamenzer: Die Übergangsstelle zwischen Bahn und Bus am Kamenzer Bahnhof wird nicht wie geplant bis 14. Dezember fertig. Ursache dafür seien unter anderem Altlasten wie Öl im Erdreich, die erst beseitigt werden mussten. Anfang nächsten Jahres werde aber mit der Eröffnung gerechnet, so Albrecht. Dann soll dort auch ein modernes Fahrgast-Infosystem in Betrieb gehen wie vor kurzem am zentralen Busbahnhof am August-Bebel-Platz in Bautzen.

Nur noch am Wochenende

von Bautzen nach Vrchlabi

Änderungen gibt es ab Mitte Dezember auf der internationalen Verbindung von Regiobus. Nur noch sonnabends und sonntags fahren von Bautzen Busse über Liberec (Reichenberg) nach Vrchlabi (Hohenelbe) mit Anschluss in den Riesengebirgsort Spindleruv Mlyn (Spindlermühl). Das tschechische Partnerunternehmen aus dem Ort am Fuße des Riesengebirges sei – vorerst für ein Jahr – aus der gemeinsamen Unternehmung ausgestiegen, so Albrecht. Das Angebot sei eher wie eine Einbahnstraße genutzt: Unter den etwa 400 Fahrgästen seien kaum Tschechen gewesen. Wohl auch eine Preisfrage: Ein Ticket kostet für Hin- und Rückfahrt 20 Euro. Anders als im Dezember 2002 zum Start, als Regiobus zusagte, die Linie Bautzen-Vrchlabi für ein Jahr aufrecht zu erhalten und durch alle Jahreszeiten durchzutesten, ließ Albrecht offen, wie lange das Projekt läuft. „Wenn es sich gar nicht mehr rechnet, müssen wir es möglicherweise einstellen.“