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Bussard-Weinberg seit 2019 unter Denkmalschutz

Der Eigentümer möchte ein Wohnhaus auf dem Areal errichten. Das wird vom Denkmalschutz abgelehnt.

Nicht nur das Gebäude, auch der Weinberg davor steht unter Denkmalschutz.
Nicht nur das Gebäude, auch der Weinberg davor steht unter Denkmalschutz. © Arvid Müller

Radebeul. Das Landesamt für Denkmalpflege habe keine 180-Grad-Wende bei der Einschätzung des Bussard-Weinberges hingelegt, erklärt dessen Pressesprecherin Sabine Webersinke. Der Weinberg vor der ehemaligen Sektkellerei Bussard in Radebeul sei im August 2019 offiziell als Kulturdenkmal des Freistaates Sachsen erfasst worden. 

Bereits davor, im Januar 2019, habe die Untere Denkmalschutzbehörde die Eigentümer auf die Bedeutung der historisch zu wahrenden Rebfläche innerhalb des Denkmalschutzgebietes „Historische Weinberglandschaft“ und den bestehenden Umgebungsschutz zum ehemaligen Hauptgebäude der Sektkellerei hingewiesen, erläutert die Sprecherin.

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Die Prüfung des Areals habe im Frühjahr 2019 stattgefunden auf Anfrage Radebeuler Bürger und darauf folgend seitens der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises Meißen. Anschließend sei die Stadt im April 2019 über die geplante Aufnahme des Weinberges auf die Denkmalliste informiert worden, heißt es von der Behörde.

In der Begründung wird erläutert: „Die Denkmaleigenschaft sowie die Notwendigkeit der Erhaltung der Sektkellerei Bussard mit davorliegendem Weinberg ist in das Bewusstsein eines breiten Sachverständigenkreises sowie der Bevölkerung eingegangen.“

Der Eigentümer des Geländes zwischen Moritzburger Straße und Oberer Bergstraße möchte auf einem Teil des Weinberges ein Wohnhaus errichten. Die Stadt ist jedoch der Meinung, das Gelände müsse als Gesamtheit erhalten bleiben. 

Um eine Bebauung zu verhindern, entschied der Stadtrat im April 2019, einen Bebauungsplan darüberzulegen. Aus denkmalpflegerisch-konservatorischer Sicht stehen dem keine Belange entgegen, informiert das Landesamt für Denkmalpflege.

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