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Busse wenden in Forchheim

In Ziegra wird bald die Döbelner Straße gesperrt. Der Bus muss aber trotzdem bis in den Nachbarort gelangen.

Von Jens Hoyer

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Forchheim bekommt etwas von den Bauarbeiten in Ziegra ab. Seit vergangener Woche wird im Dorf auf einem privaten Grundstück ein provisorischer Buswendeplatz gebaut. Der wird gebraucht, wenn auf der Döbelner Straße in Ziegra mit dem Verlegen der Abwasserleitungen begonnen wird. Das soll unter Vollsperrung passieren, sagte Reiner Müller, Technischer Leiter des AZV Untere Zschopau. Baubeginn an der Döbelner Straße ist voraussichtlich in der übernächsten Woche. Sechs Wochen werde die Sperrung voraussichtlich dauern. Forchheim wird in dieser Zeit aus Richtung Döbeln angefahren. Auf den Fahrplan werde das keine Auswirkungen haben, sagte ein Mitarbeiter von Regiobus. Wenn die Wendestelle nicht mehr benötigt wird, soll sie zurückgebaut werden.

Praktisch sämtliche Häuser in Ziegra – von wenigen abgelegenen Grundstücken abgesehen – werden ans zentrale Kanalnetz angeschlossen, sagte Müller. Die nötigen Kanäle sollen bis Jahresende verlegt sein. „Wir sind optimistisch, dass wir das bis Dezember schaffen“, so der Technische Leiter. Insgesamt werden rund 1,3 Kilometer Schmutz- und Mischwasserkanal und ein Stück Druckleitung in die Erde gebracht. Dazu muss für die 280 Einwohner eine Kläranlage gebaut werden. Sie ist einige Hundert Meter vom Ort entfernt und wird komplett abgedeckt sei. Die Kosten für die gesamte Abwasseranlage in Ziegra betragen rund 1,2 Millionen Euro.

Eine halbseitige Sperrung wird noch bei den Arbeiten auf der Kreuzung am ehemaligen Gasthof in Ziegra nötig, so Müller. Das soll aber in den Sommerferien passieren, um die Behinderungen gering zu halten. Möglichweise muss auch die Straße in Richtung Limmritz gesperrt werden. Einen Zeitpunkt dafür gebe es noch nicht, weil die Sperrung mit dem Amt für Straßenbau und Verkehr wegen der geplanten Bauarbeiten auf der B 175 am Knoten Schweta abzustimmen ist. Die Umleitung für Limmritz könnte über Ziegra verlaufen.

Auch der Ortsteil Limmritz wird noch ein zentrales Abwassersystem bekommen. Doch das schafft der AZV in diesem Jahr nicht mehr, obwohl bis Ende 2015 die Umstellung eigentlich abgeschlossen sein müsste. Mit dem Landratsamt sei darüber ein sogenannter öffentlich rechtlicher Vertrag mit einem genauen Endtermin abgeschlossen worden, sagte Müller. Im kommenden Jahr beginnt der Bau der Abwasserkanäle. Die Kläranlage für Limmritz soll neben dem Mühlgraben gebaut werden. Anders als der AZV Döbeln-Jahnatal verlangt der AZV Untere Zschopau keine Anschlussbeiträge. Die Kosten werden über die Abwassergebühren refinanziert.

Für alle anderen Ortsteile um Ziegra sind mehr oder weniger dezentrale Lösungen vorgesehen. Wer noch eine Dreikammerkläranlage hat, muss eigentlich bis Ende des Jahres eine vollbiologische Kleinkläranlage in Betrieb genommen haben.

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