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Bußgelder: Sachsen zahlen Millionen

Verkehrssünder zahlten 2019 mehr Verwarngelder und kassierten öfter Fahrverbote. Die meisten Verstöße wurden in einer Großstadt registriert.

Die meisten Verkehrssünder waren im vergangenen Jahr übrigens mit großem Abstand in der Stadt Leipzig unterwegs.
Die meisten Verkehrssünder waren im vergangenen Jahr übrigens mit großem Abstand in der Stadt Leipzig unterwegs. © Symbolbild/Daniel Reinhardt/dpa

Dresden. Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung folgen seit April dieses Jahres deutlich härtere Strafen. Sachsens Verkehrsteilnehmer sollten dies beachten, da sie bereits 2019 deswegen stärker zur Kasse gebeten wurden als noch im Jahr zuvor.

So mussten sie bei Verkehrskontrollen der Polizei zuletzt 2,235 Millionen Euro an Verwarngeldern direkt bar an die kontrollierenden Beamten bezahlen. Das waren rund 50.000 Euro mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Das geht aus den Antworten von Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) auf mehrere parlamentarische Anfragen hervor. Dazu kamen zusätzliche Verwarngelder, wenn eine Bezahlung vor Ort nicht möglich war und die Verstöße zur Sanktionierung an die Verwaltungsbehörden weitergeleitet wurden.

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Noch viel teurer wurde es allerdings nach Verkehrsverstößen, die nicht durch die Polizei, sondern durch die Kontrolleure der einzelnen Kommunen oder der Landesdirektion Sachsen geahndet wurden. Hier waren 2019 Ordnungsgelder in Höhe von mindestens 51,4 Millionen Euro fällig.

Die meisten Verkehrssünder waren im vergangenen Jahr übrigens mit großem Abstand in der Stadt Leipzig unterwegs. Mit mehr als 173.300 Geschwindigkeitsverstößen, 22.100 Rotlichtverstößen und 247.100 Parkverstößen liegt die Messestadt in allen drei Kategorien sachsenweit vorn. Die meisten Raser in den Landkreisen wurden im Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge gestoppt – 141.000. Die wenigsten waren es mit 17.400 im Kreis Nordsachsen.

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Für viele Temposünder hatte das gravierende Folgen. So stieg die Zahl der deshalb verhängten Fahrverbote in Sachsen im vergangenen Jahr leicht an – von 13.339 auf 13.374. Negativspitzenreiter war auch hier die Stadt Leipzig mit 3.074 Fällen. 

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