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Buswartehäuschen wieder vertagt

Noch immer fordern Eltern, dass die Gemeinde einen Unterstand in Wülknitz baut. Doch Räte und Bürgermeister bremsen erneut.

Alle paar Monate flammt in der Gemeinde Wülknitz die Diskussion um einen Unterstand für wartende Schulkinder an der Bahnhofstraße auf. So auch diese Woche, als Gemeinderat Mirko Pöll (CDU) das Thema bei der Verabschiedung des aktuellen Haushalts wieder ansprach.

„Auf mich kommen immer wieder Eltern zu, die sich dort eine Überdachung wünschen.“ Die Gemeinde könne zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, so Pöll weiter, wenn die Infokästen vor dem Gemeindeamt erneuert und mit einem Dach versehen würden. Zudem beantragte der Wülknitzer, 5 000 Euro für die Realisierung in den Haushalt einzustellen.

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Tatsächlich ist dieser Betrag im neuen, diese Woche verabschiedeten Etat enthalten. Dennoch gibt es im Rat weiterhin Skepsis. „Von Einzelmaßnahmen halte ich nichts“, wandte Hans-Jürgen Wermann (CDU) ein. Auch Ratskollege Jens Kraze sagte: „Die Verwaltung hat den Auftrag, alle Haltestellen zu prüfen und ausgehend davon dann ein Konzept zu erarbeiten, was getan werden kann.“ Doch beides steht noch aus. Bürgermeister Hannes Clauß (parteilos) wollte das Thema inhaltlich nicht diskutieren und verwies es in den Technischen Ausschuss.

Seit Anfang 2013 drängen Wülknitzer Eltern auf einen neuen Unterstand direkt vor dem Gemeindeamt. Hintergrund war, dass durch den Abriss der alten Schule deren Vordach weggefallen war– lange Zeit ein beliebter, weil trockener Wartepunkt für die Schüler. Vorschläge aus der Reihe der Gemeindeführung über mögliche alternative Unterstände waren bei den Eltern nicht auf Gegenliebe gestoßen. (ewe)