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Ca-Tee-Drale plant Stadtteil-Café in Görlitz

Ein erster Schritt ist der Einbau einer neuen Toilette. Die ist barrierefrei, behindertengerecht. Geld gab es dafür vom Freistaat.

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© Pawel Sosnowski/pawelsosnowski.c

Von Matthias Klaus

Ganz so einfach war es dann doch nicht. Einbau einer Toilette –  klang zwar am Anfang relativ einfach. Aber wenn die dann barrierefrei und für Rollstuhlfahrer gut zu erreichen sein soll, das kostet schon eine Menge Planung, handwerkliches Können und sicher auch etwas guten Willen. „Wir haben es geschafft, die Planung steht, grundlegende Arbeiten sind erledigt“, freut sich Enno Deege. Der Mann vom Verein Ca-Tee-Drale an der Christoph-Lüders-Straße zeigt schon mal, wo die neue sanitäre Anlage im Jugendtreff entsteht.

Für die Zukunft sieht Enno Deege die Einrichtung nicht nur als Anziehungspunkt für junge Leute, sondern als Stadtteil-Café. „Vom Strickzirkel bis zur Hilfe bei den Hausaufgaben – wir können uns vorstellen, dass der Verein für viele Menschen offene Türen hat“, sagt er. Sogar an ein Stadtteil-Kino ist gedacht. Neben der barrierefreien Toilette, zusätzlich zu den „regulären“ die dritte im Haus, plant der Verein, der Mitglied im Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz ist, weitere Umbauten. „Wir machen das Schritt für Schritt“, sagt Enno Deege. Das Geld für die neue Toilette kam für den Görlitzer Verein Ca-Tee-Drale über ein Förderprogramm. „Lieblingsplätze für alle“ heißt es, 16 700 Euro flossen an die Christoph-Lüders-Straße. Mit dem Programm fördert das sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz barrierefreies Bauen. Allein für den Landkreis Görlitz standen in diesem Jahr knapp 190 000 Euro an Fördermitteln bereit. Insgesamt umfasst das Programm knapp 2,5 Millionen Euro.

Für den Verein Ca-Tee-Drale bedeuteten die Arbeiten unter anderem: viel selber machen. „Wir haben zum Beispiel mit unseren Jugendlichen Fliesen abgehackt“, erzählt Enno Deege. Für die neue Toilette musste zudem eine tragende Wand verändert, ein Doppel-T-Träger eingesetzt werden. Das hatte Auswirkungen bis auf die Fassade das Hauses. „Es war Zentimeterarbeit. Aber alles passt“, sagt Enno Deege.

Damit Rollstuhlfahrer in Zukunft einen bequemen Zugang zum Vereinshaus haben, wird es eine Rampe geben. Per Klingel kann der Bedarf angemeldet werden. Große bauliche Veränderungen am Eingang entfallen somit, schildert Enno Deege.