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Cancan, Sirtaki und Holzmichl-Rufe

Nennt man sie nun Hautevolee, die Engagiertesten, die oberen Zehntausend oder die dem Ort am meisten Verbundenen? Alles trifft in gewisser Weise auf die 200 Gäste des festlichen Empfangs am Sonnabend im Zelt am Bannewitzer Real-Markt zu.

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Von Tilo Harder

Nennt man sie nun Hautevolee, die Engagiertesten, die oberen Zehntausend oder die dem Ort am meisten Verbundenen? Alles trifft in gewisser Weise auf die 200 Gäste des festlichen Empfangs am Sonnabend im Zelt am Bannewitzer Real-Markt zu. Dennoch will keiner in der Absolutheit einer solchen Kategorisierung sprechen. Zu groß ist die Fettnäpfchen-Gefahr in Bezug auf nichtanwesende.

Gemeinde und Real mit Bürgermeister Christian Zeibig und Marktleiter Ingo Redmer an der Spitze hatten sich zusammengetan, um mit der geselligen Runde anlässlich der „Boderitzer Wies’n“ die Plattform für neue Kontakte, Impulse und Ideen zu schaffen. „Ich staune, wen ich hier alles endlich zu Gesicht bekomme, von denen ich bisher viel gehört habe“, sagte Zeibig zu Beginn der mit Hilfe zahlreicher Sponsoren ermöglichten Sause. Dann überreichte er den erstmals vergebenen Bannewitzer Unternehmerpreis an Katrin und Olaf Wiefel und ihre Possendorfer Firma Sachsen-Säge.

Je später der Abend, desto gelöster die Gäste. Ertönte Musik, füllte sich die Tanzfläche. Eine Schauturnerriege der SG Empor Possendorf sorgte gekonnt humorvoll für erste Begeisterungsstürme. Der freche Cancan der Tanzgruppe Luxor löste die letzte Bremse. Wenig später wiegten sich die Gäste im großen Kreis im Rhythmus der Sirtaki aus Alexis Sorbas. Die Lockerheit trug denn auch zum Erfolg der Versteigerung zugunsten von Spielzeug für Kindereinrichtungen bei. Nur die Kaffeemaschine ging etwas unter Wert über den Tisch. Als Frank Walther alias Meister Klecks fünf Euro bot, signalisierten die Anwesenden lautstark, er hätte sie zu diesem Preis redlich verdient. Am Ende konnte Ingo Redmer dem Bürgermeister 670 Euro übergeben.

Stimmungs-Höhepunkt wurde zweifellos das Holzmichl-Lied. Und entwickelt sich der Empfang wie beabsichtigt zur Tradition, kann jedes Jahr gesungen werden: „Ja er lebt noch, lebt noch, stirbt nicht!“