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Caravan-Stellplatz in Bergen im Gespräch

Aktuell stehen immer wieder auch Wohnmobile direkt am Beobachtungs-Platz – was nicht erwünscht ist.

Dies ist ein Blick vom Aussichtspunkt. Etwa in Richtung des rechten Bildrandes könnte ein paar hundert Meter weiter ein Wohnmobil-Platz entstehen.
Dies ist ein Blick vom Aussichtspunkt. Etwa in Richtung des rechten Bildrandes könnte ein paar hundert Meter weiter ein Wohnmobil-Platz entstehen. © Archivfoto: Uwe Schulz

Bergen. Seit im April 2008 an der Westseite des Bergener Sees ein Aussichtspunkt offiziell eingeweiht wurde, ist seine Beliebtheit ungebrochen. Man kann von hier aus nicht nur die heimische Fauna beobachten, namentlich Wölfe, sondern seit 2010 auch einen Blick ins Rutschungsgebiet werfen.

Das Interesse ist nicht nur lokal oder regional. Elsterheide-Bürgermeister Dietmar Koark (CDU) berichtet zum Beispiel, er habe sich vor Ort erst unlängst mit Gästen aus der Schweiz unterhalten. Sie hätten eigens auf dem Weg zur Insel Rügen einen Abstecher ins frühere Kippengebiet des einstigen Tagebaus Spreetal gemacht. Und so war die Sache ja auch gedacht, als das Management des Naturschutzgroßprojektes Lausitzer Seenland den Aussichtspunkt anlegte. Dessen Chef Alexander Harter sagte jüngst dem Mitteldeutschen Rundfunk, im Schnitt kämen am Tag 50 Besucher.

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Das Ganze hat jedoch auch per Verbotsschilder zu regelnde Nebenwirkungen. So ist das Anfüttern von Wildtieren zwecks Anlocken für Fotos und Videos an dieser Stelle nicht nur unerwünscht, sondern untersagt. Und an der hölzernen Schutzhütte findet sich auch ein Schild mit der Aufschrift „Campen verboten!“.

Dass Wohnmobile in letzter Zeit arg an Beliebtheit zugelegt haben, ist auch am Aussichtspunkt zu spüren. Doch er ist eben das, und kein Campingplatz. Aber die Naturschutzgroßprojekt-gGmbH und die Gemeinde Elsterheide denken nun über eine Möglichkeit nach, dem Bedarf zumindest unweit des Aussichtspunktes entgegenzukommen. „Es ist noch nicht in dem Topf, in dem es kochen soll“, sagt Dietmar Koark über die Idee, einen Caravan-Stellplatz anzulegen. Aber man denke seit ein paar Wochen ernsthaft darüber nach. Er habe Alexander Harter gebeten, mal einen Vorschlag vorzulegen. Danach könnte man sich mit betroffenen Grundstückseigentümern unterhalten und schließlich einen Fördermittel-Antrag schreiben.

Gedacht ist laut Koark an fünf bis sieben Stellplätze für Wohnmobile, also eine Fläche etwa von der Größe des neuen Caravan-Platzes an Hoyerswerdas Gondelteich. Ins Auge gefasst ist ein Areal im Bereich der einstigen Zufahrt zur Mülldeponie. Hier endet die asphaltierte Zufahrt und der Weg zum Aussichtspunkt führt weiter über Schotter. Die potenziellen Partner, mit denen über einen Wohnmobil-Platz zu sprechen wäre, sind also einmal der Regionale Abfallzweckverband Ravon und zum anderen der Kreis Bautzen. Koark sagt, die Situation an Ort und Stelle wäre für das Vorhaben sehr günstig. Nicht nur endet hier besagte Straße. Sondern aus Zeiten der Deponie gebe es auch noch Strom- und Wasseranschlüsse. „Es wäre eine gute Sache“, ist Dietmar Koark überzeugt. Womöglich, sagt er, ließe sich ja Fördergeld über die staatlichen Struktur-Beihilfen zum Kohleausstieg bekommen.

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