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Carolus-Krankenhaus schließt Station

Weil jetzt weniger Patienten kommen, schicken die Malteser Personal in den Urlaub und reduzieren die Bettenzahl.

Von Daniela Pfeiffer

Im St.Carolus-Krankenhaus in Görlitz wird noch vor Ostern eine Station mit 18 Betten geschlossen. Das bestätigte auf SZ-Nachfrage der Geschäftsführer der Malteser Betriebsgesellschaft, Dr. Axel Blaicher, dem das Krankenhaus untersteht. Demnach gehe der Bettenbedarf nach dem Winter zurück. Während in den kalten Monaten mehr Patienten kommen, weil etwa Magen-Darm-Erkrankungen oder Lungenentzündungen häufiger auftreten, werde es nun ruhiger.

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Viele Feiertage und Ferien stünden an, da gebe es zudem weniger geplante Operationen. „Die Bettenzahl passen wir diesem zurückgehenden Bedarf an“, so Blaicher. Damit würden aber auch die Stunden des Personals angepasst. Das sei eine normale Maßnahme, die es jedes Jahr gibt. Heißt: Das Personal dieser Station wird zum Teil zwar auf anderen Stationen eingesetzt, ist zum Teil aber auch angehalten, Urlaub zu nehmen oder Überstunden abzubauen. Mitarbeiter des St.Carolus-Krankenhauses hatten der SZ gegenüber ihren Unmut darüber geäußert.

Dass Veränderungen nicht immer leicht sind, sei klar, sagt Blaicher. Darum gehe man mit der Situation transparent um, sage offen, warum die Station geschlossen wird. Vor allem aber sei als Erstes mit den Betroffenen geredet worden.

Gerüchte, dass die Schließung ernste finanzielle Hintergründe haben könnte, weist Blaicher entschieden zurück: „Wir haben genug auf dem Sparbuch. Ich mache mir um das Krankenhaus keine Sorgen. Denn wir machen unsere Hausaufgaben, und dazu gehört, den Betrieb anzupassen.“