SZ +
Merken

CDU-Gründung 1945 in Sachsen

Am 8. Juli 1945 berief der Bischöfliche Rat, Pfarrer Mühr, auf Wunsch von Anhängern der einstigen Zentrumspartei in Dresden eine Versammlung ein, mit dem Ziel, eine neue christliche Partei ins Leben zu rufen.

Teilen
Folgen

Am 8. Juli 1945 berief der Bischöfliche Rat, Pfarrer Mühr, auf Wunsch von Anhängern der einstigen Zentrumspartei in Dresden eine Versammlung ein, mit dem Ziel, eine neue christliche Partei ins Leben zu rufen. Diese Partei sollte katholische und evangelische Christen vereinen.

Am 10. Juli 1945 traf sich die neue Christlich Soziale Volkspartei in Dresden erstmals zu einer Sitzung. Zu ihrem ersten Landesvorsitzenden wurde der Langebrücker Hugo Hickmann gewählt. Ziel der Partei war es, einen deutschen Rechtsstaat auf Basis einer christlichen Grundausrichtung aufzubauen.

Aber auch in Leipzig und Chemnitz hatten sich zu dieser Zeit christliche Parteien gegründet, es entbrannte ein Führungsstreit unter den drei sächsischen Parteien, der am 21. August 1945 ausgerechnet durch die sowjetische Kommandantur in Dresden beendet wurde: An diesem Tag erkannte die Kommandantur die Registrierung der christlichen Partei an; allerdings unter dem Namen Christlich Demokratische Union.

Die sächsischen Christdemokraten spielten von Anfang an eine wichtige Rolle innerhalb der CDU in der sowjetischen Besatzungszone und der späteren DDR. So wurde Sachsens CDU-Gründer Hugo Hickmann Zweiter Vorsitzender der ostdeutschen CDU.