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CDU will schnell einen neuen Chef

Statt Ende November wird jetzt schon im April gewählt, und es gibt erste Interessenten.

Meißen. Die Christdemokraten im Landkreis Meißen beschleunigen die Suche nach einem neuen Kreisverbandsvorsitzenden. Geschäftsführer Peter Nietzold bestätigte jetzt entsprechende Informationen der SZ. Demnach soll bereits am 24. April ein Kreisparteitag stattfinden, um einen neuen Vorstand zu wählen. Ursprünglich war dafür der 27. November geplant. Der aktuelle Vorstand habe jedoch in seiner Sitzung in der vergangenen Woche anders entschieden. Der Kreisverband hat in diesem Jahr mit den Landratswahlen sowie den Oberbürgermeisterwahlen in Großenhain, Coswig und Radebeul große Aufgaben zu bewältigen. Dafür braucht es eine schlagkräftige Führung.

Der langjährige CDU-Fraktionschef im Radebeuler Stadtrat und Polit-Profi Ulrich Reusch sagte auf SZ-Nachfrage, er werde sich einem Ruf an die Spitze des Kreisverbandes nicht verschließen. Allerdings sollten zuvor intensive Gespräche in den Ortsverbänden stattfinden. Es komme darauf an, einen ausgewogenen Vorstand zusammenzustellen, der alle Regionen und Interessen berücksichtige. Eine Absage gab es dagegen von der Meißner Landtagsabgeordneten Daniela Kuge. Auch sonst sind bisher keine Interessenten aus dem Meißner Stadtverband bekannt.

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Nötig wird die Neuwahl aufgrund des Rücktritts von Landtagsmitglied Geert Mackenroth. Zur Begründung führte der in Riesa direkt gewählte Abgeordnete seine neue Aufgabe als sächsischer Ausländerbeauftragter an. Dieses wichtige Amt könne er nach seinem Selbstverständnis nicht gleichzeitig mit dem notwendigerweise polarisierenden Parteiamt des Kreisvorsitzenden ausüben, ohne persönlich unglaubwürdig zu werden. (SZ/pa)