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Vertrauen entscheidet die Landtagswahl

Selbst die Konkurrenz müsse das Bemühen der CDU anerkennen, findet SZ-Redakteur Gunnar Saft. Doch der Vertrauensverlust bleibt eine große Baustelle der Union.

© dpa

Wahlen gewinnt man nicht mit Zaudern und Pessimismus. Insofern hat sich Sachsens frischgekürter CDU-Spitzenkandidat Michael Kretschmer richtig entschieden, wenn er seine Partei im Landtagswahlkampf auf mehr Selbstbewusstsein einschwört. Dieser steckt nämlich die Schlappe zur Bundestagswahl, bei der man der sich der AfD knapp geschlagen geben musste, noch immer spürbar in den Knochen.

Wahlen gewinnt man aber auch nicht durch Schönreden und Luftschlösser. Hier kann Kretschmer nach einem Jahr Amtszeit als Ministerpräsident zumindest etwas punkten. Auch die politische Konkurrenz muss anerkennen, dass die Koalition in Dresden mit der geglückten Lehrerverbeamtung und dem steten Aufstocken der Polizeistellen zwei der gravierendsten Probleme im Land konzentriert angeht. Zudem zielen Ankündigungen wie die zum Ausbau schneller Internetverbindungen oder den Hilfspaketen für den ländlichen Raum in die richtige Richtung.

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Wahlen gewinnt man vor allem mit Vertrauen. Und das ist weiter die größte Baustelle für die im Freistaat dauerregierende CDU. So notwendig die mittlerweile landesweit organisierten Bürgerforen sind, so schwierig bleibt es, die vor Ort jahrelang aufgestaute Skepsis abzubauen. Kretschmer und Co. müssen viele Wähler erst noch überzeugen, dass dies tatsächlich ein neuer Anfang ohne schnelles Ende ist und man auch nach der Wahl Kurs halten wird. Gelingt das nicht, stoßen andere in diese Lücken und man ist raus.

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