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Chance für den Dittersbacher Jahrmarkt?

Immer am letzten Augustwochenende steppt in Dittersbach der Bär. Doch wie geht es unter Corona mit dem Volksfest 2020 weiter?

Tausende Menschen besuchen jährlich den Dittersbacher Jahrmarkt.
Tausende Menschen besuchen jährlich den Dittersbacher Jahrmarkt. © Daniel Schäfer

Wird in Dittersbach Jahrmarkt gefeiert, steht die Welt in dem Ort für ein paar Tage Kopf. Tausende strömen auf eines der größten Volksfeste der Region. Veranstalter ist die Gemeindeverwaltung Dürrröhrsdorf-Dittersbach. Und dort musste man in diesen Tagen  entscheiden, ob der traditionelle Jahrmarkt stattfindet oder nicht oder ob er verschoben wird. In diesem Jahr wäre es der 352. Markt. 

Die Entscheidung, die getroffen werden musste, wird eine schwere sein. Das war allen Beteiligten klar. Um ein breites Spektrum an Meinungen zu haben, stellte Bürgermeister Jens-Ole Timmermann (Unabhängige Bürger) den Jahrmarkt zur jüngsten Ratssitzung zur Debatte.

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In diesem Sommer hätte der Jahrmarkt vom 28. August bis zum 2. September stattfinden sollen. Großveranstaltungen sind nach derzeitigem Stand bis zum 31. August nicht erlaubt. Möglicherweise werden die Regelungen noch geändert. Aus Sicht der Verwaltung ist das aber zu ungewiss. Die Schausteller brauchen klare Ansagen. Deshalb hatte Bürgermeister Timmermann einen klaren Vorschlag. 

"Wir sagen den Jahrmarkt zu diesem Termin ab. Bis zum jetzigen Tag sind Jahrmärkte und Ähnliches nicht gestattet. Alles andere wäre pure Spekulation. Wir wollen für die Schausteller Planungssicherheit", sagt er. Von der Gemeinde aus wolle man prüfen lassen, ob im September oder Oktober eine kleinere Ersatzveranstaltung stattfinden könnte, möglicherweise auch in Form einer Kirmes. Darüber hinaus sollen die bereits geschlossenen Verträge mit den Schaustellern für 2021 gelten, sofern die das wünschen.

Im Gemeinderat stieß der Vorschlag der Verwaltung auf Zustimmung. Dennoch wurde auch klar, wie schwer den Gemeinderäten eine solche Entscheidung im Magen lag. "Der Jahrmarkt ist ja das Ereignis, auf das wir uns alle gefreut haben. Wir sollten deshalb versuchen, eine Alternative zu finden", sagte Franziska Rodehüser-Hausch (Unabhängige Bürger). Sie ist selbst auf dem Jahrmarkt tätig und kennt so auch die Befindlichkeiten der Einwohner. Hubert Braun (Unabhängige Bürger) sprach sich ebenfalls für eine Ersatzveranstaltung aus. Man solle in diesen Zeiten auch ein positives Zeichen setzen. Letztlich stimmte der Gemeinderat dafür, den diesjährigen Jahrmarkt ausfallen zu lassen, aber nach einer Ersatzveranstaltung zu einem späteren Zeitpunkt zu suchen.

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