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Chancen für einen Räuber?

über die Sorgen um den Wald

Annett Heyse

Das sind ja interessante Aspekte, welche die Förster vortragen. Die Schäden von Reh und Schwarzkittel im Wald häufen sich mit dem Waldumbau. Und die Jäger können nicht in vollem Maße gegensteuern, weil sich die Tiere im dichteren, natürlicheren Wald immer besser verstecken können.

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Die Hochschule für Technik und Wirtschaft stellt sich am 4. Juli Studierenden in spe vor.

Da könnte es doch sein, dass das Auftreten des Wolfs, von einigen Jägern wie einheimischen Tierhaltern mit Sorge beobachtet, eigentlich ganz gut ins Bild passt. Denn der Wolf müsste doch eigentlich genau das erledigen, was die Förster sich indirekt wünschen: Die Rehe und Schweine unter Druck setzen, damit sie nicht mehr stundenlang an Ort und Stelle äsen und sich in aller Gemütsruhe den Bauch mit den Trieben junger Bäume vollschlagen. Der Wolf als ausgleichende Kraft im Ökosystem sozusagen.

Vielleicht hilft genau dieser Punkt in der überhitzten Wolfsdiskussion, das Vordringen des Räubers nicht ganz so negativ zu sehen. Sicherlich: Der Wolf, sollte er zwischen Freital und Zinnwald verstärkt auftreten, wird den Tierhaltern erst einmal Arbeit abverlangen. Aber er ist nun einmal Teil der Natur, deren einzelne Teile viel stärker ineinandergreifen, als es auf den ersten Blick erscheint.