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Chor singt sich durch Oper, Operette und Musical

Am Sonnabend gibt der Silcher-Chor ein besonderes Konzert. Damit macht er sich selbst ein Geschenk.

Von Heike Sabel

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Volkschöre singen Volkslieder. In der Regel. Der Friedrich-Silcher-Chor Dippoldiswalde macht dabei eine Ausnahme. Jedenfalls am kommenden Sonnabend. Dann nämlich bringt der Chor unter dem Motto „Alles nur Theater? – Liebe, List und Leidenschaft“ zusammen mit dem Gemeinschaftsorchester Großenhain und Solisten der Landesbühnen Sachsen einen Streifzug durch Oper, Operette und Musical zu Gehör. Unter anderem erklingen Melodien aus „Zar und Zimmermann“, „Anatevka“ und „Der Barbier von Sevilla“. So schlüpfen die etwa 50 Sängerinnen und Sänger in die Rolle der Bürgerinnen und Bürger von Saardam, um mit dem sehr von sich überzeugten Bürgermeister aus „Zar und Zimmermann“ eine Huldigungskantate für den Zaren einzuüben. Viel Aufwand, große sängerische Herausforderungen und einige musikalische Überraschungen. So etwas macht auch ein Chor wie der Dippoldiswalder nicht alle Tage. Doch für den Chor ist es ein Geburtstagsgeschenk für seine Freunde – und sich selbst.

In diesem Jahr werden die Dippoldiswalder 35. Für einen Volkschor relativ jung. Noch jünger ist die Zusammenarbeit mit Gernot Jerxen. Der Pirnaer Chorleiter hat den Chor im vergangenen Jahr übernommen. Die ehemalige Leiterin und Musiklehrerin Sabine Ranft singt nach wie vor im Chor mit. Sie hatte 2007 einen der ersten Dippolds erhalten. Eine Ehrung der Stadt für engagierte Einwohner. Wäre Sabine Ranft 2000 nicht eingesprungen, gäbe es den Chor heute vielleicht mehr. Damals erkrankte ihr Vorgänger, Kammersänger Christian Pötzsch, schwer und starb anderthalb Jahre später.

Zum Silcher-Chor wurde der Dippoldiswalder 1990. Die Sänger wählten den Namen des deutschen Komponisten und Musikpädagogen Philipp Friedrich Silcher, dem sie sich verpflichtet und nah fühlen.

Das Konzert am Sonnabend ist nun das erste große gemeinsame von Jerxen und den Sängern. Jerxen hofft, dass der Chor damit auch in der Öffentlichkeit noch bekannter wird. Bisher ist er mehr oder weniger ein Geheimtipp, Jerxen hofft, dass dem Chor nun die Aufmerksamkeit zuteil wird, die er seiner Meinung nach verdient.

Das Großenhainer Orchester wurde 1956 gegründet und begeht im nächsten Jahr sein 60-jähriges Bestehen. Es wird im Rahmen der Kulturraum-Förderung unterstützt und will mit seinen Aufführungen zeigen, dass es dieses Geld auch wert ist. Lydia Schlenkrich birgt für eine beschwingte Moderation.

Sabine Ranft freut sich, den Chor in gute Hände gegeben zu haben und wieder mitsingen zu können. „Ich habe ihn gern geleitet, aber auch immer gesagt, ich möchte ihn irgendwann in jüngere Hände geben.“ Nun also war irgendwann. Nach wie vor organisiert Sabine Ranft auch. Zum Beispiel den Jubiläumschorball am 26. September. Zu dem werden auch die beiden Partnerchöre aus dem Norden und der Rhön eingeladen.

„Alles nur Theater“ – für Jerxen und die Dippoldiswalder Sänger ist es mehr. Hinter dem musikalischen Theater stecken viel Mühe aber auch Freude. Diese Woche wurde in den Parksälen in Dippoldiswalde und in Großenhain noch einmal geprobt. Nach dem Konzert am Sonnabend widmen sich die Silcher-Sänger dann wieder den Volksliedern. Aber eben nicht nur …

Konzert, 31. Januar, 16 Uhr, Aula Gymnasium Dipps, Karten: acht Euro

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