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Bergsteigerchor hat jetzt Chordirektor

Seit 17 Jahren leitet Axel Langmann das bekannte Männerensemble und weitere. Nun wurde ihm eine besondere Ehre zuteil.

Axel Langmann wurde eine besondere Ehre zuteil: Er wurde zum Chordirektor ernannt.
Axel Langmann wurde eine besondere Ehre zuteil: Er wurde zum Chordirektor ernannt. © Archiv/Bergsteigerchor Kurt Schlosser

Von Peter Salzmann

Dresden. Axel Langmann freut sich über „den Luxus, mit mehreren Generationen den Chorgesang zu pflegen“. Wöchentlich steht er vor nahezu 260 Sängern aller Altersgruppen, die im Sächsischen Bergsteigerchor „Kurt Schlosser“, dem Neuen Chor Dresden, im Chorverein des Kurortes Rathen und in der Chorgemeinschaft Reinhardtsdorf-Schöna ihrer Passion folgen. Das sind tägliche Herausforderungen, denn neben den Proben dirigiert der 48-jährige mit Präzision und Hingabe die Konzerte.

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Nun ist Axel Langmann am 1. August zum Chordirektor ernannt worden. Eine besondere Ehre, die als Auszeichnung für hervorragende künstlerische Leistungen im Bereich der Chorleitung erteilt wird.  Die Ehrung nahm Professor Andre Schmidt von der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar vor. Der Bundesmusikverband Chor & Orchester e.V. folgte damit dem Antrag des Sächsischen Bergsteigerchores, dem der Musik- und Chorerzieher seit 2003 als Künstlerischer Leiter und Chefdirigent vorsteht. 

Langmann, der aus Rathen kommt, kam 1997 zum Bergsteigerchor und wirkte zunächst an der Seite von Chordirektor Werner Matschke und Kapellmeister Karl Heinz Hanicke, die ihm „viel musikalisches Gespür“ bescheinigten. Seither schrieb er etwa 60 Kompositionen und Arrangements für das Ensemble, oft nach Texten von Chormitgliedern, „weil die Sänger damit ihre Liebe zu den Bergen in leidenschaftliche Worte gefasst haben.“

Vorsitzender Carsten Jandura lobt die Probenarbeit des Künstlers als exakt, fordernd und werksgetreu. Organisationsleiter Holger Günzler verweist auf die „harmonisch-zielstrebige Zusammenarbeit mit Kapellmeister Christian Garbosnik und drei Stimmbildnerinnen um Elke Linder“. Das sei eine Garantie für die Zukunft. Denn auch damit gelingt es unsere Tradition zu erhalten und Neues hinzuzufügen, so Jandura.

Große Aufmerksamkeit legt Langmann auf Vielfalt der Konzertprogramme. Er spricht davon, ans Limit zu gehen, denn „Leistung und unsere enorme Publikumsgunst müssen stets hart erarbeitet werden.“ Es sucht seinesgleichen, wenn der Bergsteigerchor in seinen immer ausverkauften Jahreskonzerten im Kulturpalast-Konzertsaal an einem Tag 3600 Besucher begrüßen kann. Das ermutigt den Chefdirigenten immer wieder, Tonschöpfungen großer Meister aus längst vergangenen Zeiten, aber auch modernen Zeitgenossen eine Bühne zu bieten.

Die Vita des verdienstvollen Chorleiters ist aufschlussreich. Der ex-Kruzianer studierte unter anderem an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“. Die hervorragende Ausbildung gestattet es ihm unter anderem mit dem Neuen Chor Dresden chorsinfonische Werke aufzuführen, so die Kantate „Wo bist du, Mensch?“ mit der Erzgebirgischen Philharmonie Aue.

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